Mobilkom startet Ski-Ticket-Verkauf via Handy

16. Dezember 2002, 18:35
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Liftkarte und Unfallversicherung zum Frühstück - Mobilfunk zieht in den Schisport ein

Das Warten an der Liftschlange hat für A1-Kunden in 41 Wintersportregionen Österreichs mit dieser Saison ein Ende. Im Starthaus der Streif haben Skidata und Mobilkom am Wochenende ihren neuesten Wurf präsentiert: Ski-Tickets via Handy. Mit der UNIQA verkauft die Mobilkom auch schon Unfallversicherungen. Und mit Unterstützung der Tourismusgemeinden soll das Handy künftig zum Organisator und Begleiter im ganzen Skiurlaub werden.

Deutlich

Für Peter Lohmann, Produktmanager bei der Mobilkom, werden damit "die Vorteile der Mobilkommunikation auch im Skitourismus deutlich". Das System mutet auch tatsächlich simpel an: Der Kunde benötigt ein Handy und einen Datenträger von Skidata - eine Uhr (Access Swatch), einen schlauen Handschuh mit Chip (GORE S-Key) oder eine KeyCard im Scheckkarten-Format. Solche Datenträger erhält der Skigast an der Liftanlage oder im Sportgeschäft erhält.

Ablauf

Gebucht wird via SMS-Kurzmitteilung, via WAP oder via Internet mit der Datenträgernummer auf der Uhr, dem Handschuh oder der Karte. 15 Minuten nach der Buchung ist der Zugang zum Lift für den Kunden frei. Bezahlt wird im Nachhinein über die Handyrechnung.

Derzeit gibt es das Ski-Ticket via Handy nur für A1-Kunden. Ab dem nächsten Winter soll man aber auch via Paybox bezahlen können - heißt, dass das Buchungssystem dann für Kunden aller Betreiber offen steht.

Unfrieden

Die Technik hat aber auch ihre Tücken: Mit der Ruhe am Frühstückstisch ist es angesichts der neuen SMS-Flut (2 empfangene SMS fürs Ticket, 3 für die Versicherung) vorbei. Und: Der gesamte Buchungsprozess dauert noch annähernd so lange wie das Warten am Lift.

"Wir haben noch eine Menge 'Room for Improvement'."

Skidata-Chef Andre Laux: "Wir haben noch eine Menge 'Room for Improvement'." Verbesserungsmöglichkeiten sehen Mobilkom und Skidata auch noch in der Zusammenarbeit mit den Gemeinden. "Es bedarf noch großer Anstrengungen alle Leistungspartner im Schi-Ressort miteinander zu verknüpfen", so Laux.

Zukunft

Arbeiten die Tourismusverbände und -unternehmen eng zusammen, soll der Gast künftig via Handy auch mit Infos vom Hotel, mit Schnee- und Wetterinformationen vom Gipfel vor der Tür, mit einer Liste der offenen Lifte und der letzten Talfahrten, mit den heißesten Apres-Ski-Parties oder bei Schlechtwetter mit alternativen Programmvorschlägen versorgt werden. (APA)

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