Finanzpaket für Erweiterung geschnürt

13. Dezember 2002, 19:40
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Einigkeit mit allen zehn Kandidaten erzielt - Auch Polen hat zugestimmt

Kopenhagen - Die 15 EU-Partner haben sich Freitag Abend auf dem Erweiterungsgipfel in Kopenhagen mit den zehn Beitrittskandidaten auf ein Finanzpaket für deren Aufnahme in die Union geeinigt. Dies erklärte der schwedische Ministerpräsident Göran Persson am Abend vor der Presse. "Die Verhandlungen sind formal noch nicht abgeschlossen, aber praktisch", so Persson. Der belgische Premier Guy Verhofstadt bezifferte das gesamte Finanzpaket für die Zehn auf 40,8 Milliarden Euro. Die polnische Delegation bestätigte die Einigung.

Ratspräsidentschaft besserte EU-Angebot leicht auf

"Ich glaube, wir haben eine Einigung", sagte der polnische Finanzminister Grzegorz Kolodko am Rande des EU-Erweiterungsgipfels am Freitagabend in Kopenhagen. Nähere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Neben Polen hatten Ungarn und Tschechien zuvor noch ein EU-Angebot zur Finanzierung der Erweiterung abgelehnt. Unklar blieb zunächst, ob die Verhandlungen auch mit Ungarn und Tschechien abgeschlossen wurden. Dann legte der dänische Regierungschef Anders Fogh Rasmussen als EU-Ratspräsident ein neues, leicht verbessertes Angebot für die Finanzhilfen vor. Damit kann die EU zum 1. Mai 2004 um Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Zypern und Malta erweitert werden. (APA/AP/dpa)

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