Software aus Salzburg soll Mathematik anschaulicher machen

10. Dezember 2002, 12:38
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Mathematiker erhielt für "Geogebra" renommierten Softwarepreis

Der Mathematik den Nimbus des Abstrakten und Unverständlichen zu nehmen: Das ist das Ziel einer neuen Software, die der Salzburger Student Markus Hohenwarter im Rahmen seiner Diplomarbeit geschrieben hat. "Geogebra" setzt Gleichungen in geometrische Figuren um - und umgekehrt. Schülern wird manche komplizierte Rechnung damit verständlicher. Für seine Entwicklung wurde Hohenwarter kürzlich in der Kategorie Mathematik mit dem renommierten European Academic Software Award ausgezeichnet.

Vernetzung

Für "Geogebra" wurde ein Computer-Algebrasystem mit einem Geometrieprogramm vernetzt, schildert Hohenwarter im Gespräch mit der APA. Neu ist die Verbindung der beiden Programm: Eine Rechnung kann nicht nur in eine geometrische Zeichnung übertragen werden. Die entstehende Figur kann quasi angegriffen und verformt werden.

Änderungen

Wird aus einem Kreis beispielsweise eine Ellipse, ändert sich auch die Gleichung entsprechend. Die Verformung der Figur werde in einer neuen Rechnung aufgelöst, schildert Hohenwarter. Mit einer herkömmlichen Geometriesoftware kann man konstruieren, mit Computeralgebrasystemen Gleichungen lösen. Die Verbindung beider Möglichkeiten ist das neue an der Software.

Tool

Gedacht ist die Neuentwicklung als Werkzeug für den Mathematikunterricht, um Schülern die Mathematik zugänglicher zu machen, erläutert der Diplomand. Schüler können damit experimentieren und entdecken die mathematischen Zusammenhänge auf spielerische Art und Weise. Das Programm liefert quasi Kurvendiskussionen zum Angreifen.

Prototyp

Vermarktet wurde die neue Software bisher noch nicht. Es gebe bisher nur eine Prototypen. Nachdem er den Preis in Schweden erhalten habe, sei das Interesse an seiner Entwicklung stark gestiegen, freut sich Hohenwarter. (APA)

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