Speisekürbisse boomen

29. Oktober 2002, 19:03
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Steiermark klare Nummer eins beim "Bluza"-Anbau

Wien - "Mit dem Halloween-Boom hat auch in Österreich die Bedeutung der Speise- und Zierkürbisse rasant zugenommen." Alfred Kindler von der Gartenbauabteilung der Landwirtschaftskammer Steiermark schätzt, dass mittlerweile rund 150 Hektar mit solchen Kürbissen bepflanzt sind. Eine genaue Statistik gebe es allerdings nicht, da auch immer mehr Nichtlandwirte die "Bluza" als Halloween-Aufputz anbauen würden.

Alleine in der Steiermark gibt es mittlerweile mehr als 300 verschiedene Sorten der kalorienarmen Ackerfrucht. Insgesamt stellen Speise-, Zier- und Halloweenkürbisse aber immer noch einen sehr geringen Anteil an der gesamten Menge, die in Österreich angebaut wird.

7,5 Millionen Kilo Kürbiskerne gehen ans Kernöl

Am bedeutendsten sind die Ölkürbisse, die auf rund 15.000 Hektar angebaut werden. 12.000 Hektar davon liegen in der Steiermark, der Rest verteilt sich auf Niederösterreich und das Burgenland. Geht man von einem durchschnittlichen Ertrag von rund 500 bis 600 Kilo pro Hektar aus, so werden in Österreich jährlich etwa 7,5 Millionen Kilo Kürbiskerne zu Kernöl verarbeitet. Allerdings gebe es gerade bei Kürbissen enorme Ertragsschwankungen zwischen 150 und 1000 Kilo pro Hektar, so Kindler.

Gepresst werden die Kerne beinahe ausschließlich in der Steiermark. Vor 1950 kaum bekannt, ist die Bezeichnung "Steirisches Kürbiskernöl" mittlerweile eine von der EU geschützte Herkunftsbezeichnung wie etwa der griechische Feta-Schafkäse, sagt Kindler.

Der Kürbistrend ist nicht nur in Österreich zu bemerken. In Deutschland haben die Kürbisse mengenmäßig mittlerweile sogar Karfiol überholt. (Robert Zwickelsdorfer/DER STANDARD, Printausgabe, 30.10.2002)

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