IBM setzt verstärkt auf "Collaboration"

29. Oktober 2002, 15:18
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Integration von E-Meetings in Kommunikationsplattform Lotus Notes/Domino 6

IBM will mit der Einführung von Lotus Notes und Domino 6 vor allem die "Collaboration"-Anwendungen in seiner Standard-Groupware verbessern. So wurde das Softwarepaket durch E-Meeting-Technologien und Applikationen für den "mobilen User"aufgewertet. "Bereits heute halten wir die Hälfte aller Meetings innerhalb des Unternehmens als E-Meetings ab", erklärte Josef Kröbmannsberger, Manager Software Sales Österreich bei IBM auf der Launch-Pressekonferenz in Wien. Das sich daraus ergebende Einsparungspotenzial bezeichnet Kröbmannsberger in einem internationalen Unternehmen wie IBM als gewaltig.

Basis

Die Kommunikationsanwendungen stützen sich dabei auf die ebenfalls heute vorgestellte Instant-Messaging-Lösung Lotus Sametime 3.0. Für den Dokumentenaustausch, die Kalender-Synchronisation oder die Organisation von E-Meetings innerhalb einer Arbeitsgruppe bringt IBM sein Softwarepaket QuickPlace 3.0 auf den Markt. Auf der Benutzerseite von Lotus Notes wurde daneben unter anderem die Oberfläche neu gestaltet und die Kalenderfunktion überarbeitet, auch die Bearbeitung von E-Mail-Anhängen gestaltet sich jetzt einfacher. Zusätzlich lassen sich die verschiedenen Einträge in der Inbox oder dem Kalender farblich kodieren sowie mit Drag-and-Drop verschieben. Die Anwendung ist auf keine Plattform fixiert sondern steht in den verschiedenen Versionen gleichzeitig zur Verfügung.

Ausgangslage

Zurzeit hält IBM nach eigenen Angaben 49 Prozent des Marktes für Unternehmensanwendungen im Messaging-Bereich. Lotus trägt rund zehn Prozent zum Gesamtumsatz der IBM Softwaregruppe von rund 1,6 Milliarden Dollar bei. Zwar konnte IBM im vergangenen Jahr noch ein Wachstum von zwei Prozent verzeichnen, doch Kröbmannsberger geht davon aus, dass der Markt langfristig schrumpfen wird. "Die Investitionen hier sind getätigt", so Kröbmannsberger. IBM versuche daher zunehmend in andere Technologien hineinzugehen. So will IBM Unternehmen, die keinen eigenen Sametime-Server betreiben wollen, Sametime auch als Hosting-Lösung anbieten. (pte)

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