US Airways kündigt Streichung weiterer 471 Piloten-Stellen an

29. Oktober 2002, 10:51
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Insgesamt müssen 1.800 Piloten gehen

Arlington - Die insolvente US-Fluggesellschaft US Airways will nach Gewerkschaftsangaben bis Mai 2003 weitere 471 Piloten entlassen um sinkenden Einnahmen bei steigenden Kosten entgegenzuwirken.

Nach einer Mitteilung auf der Internet-Seite der Pilotengewerkschaft will die seit August dieses Jahres unter Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Konkursrechts stehende Fluggesellschaft im Rahmen ihrer jüngsten Sanierungspläne bis Anfang Jänner 326 Piloten nach Hause schicken.

Insgesamt 1.800 Streichungen

Zusätzlich wolle das Unternehmen zwischen Jänner und Mai kommenden Jahres 145 Piloten entlassen. Damit wachse die Zahl der von der Gesellschaft gekündigten Piloten auf 1.800, teilte die Gewerkschaft Air Line Pilots Association mit. Der Stellenabbau beträfe Piloten im zwölften bis fünfzehnten Dienstjahr bei US Airways.

Bereits im August hatte das Unternehmen angekündigt, im Rahmen der Umstrukturierung weitere Flüge und Arbeitsplätze zu streichen. US Airways-Chef David Siegel hatte am Freitag vor Beschäftigten seines Unternehmens gesagt, US Airways und ihre Konkurrenten bemühten sich, der erneuten Schwäche in dem ohnehin schwierigen Umfeld zu begegnen.

"Gesamte Brache ist abgestürzt"

Das Unternehmen prüfe die Umsatzentwicklung, um zu sehen, ob für das nächste Jahr eine neue Prognose erstellt werden müsse. "Ganz ehrlich, die gesamte Brache ist während der vergangenen paar Wochen abgestürzt", hatte Siegel gesagt.

Analysten erwarten, dass die US-Luftfahrtbrache in diesem Jahr einen Umsatz von zusammen 61 Mrd. Dollar (62,6 Mrd. Euro) erzielen wird. Das wären zwei Mrd. Dollar weniger als in dem bereits sehr schlechten Jahr 2001.(APA/Reuters)

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