Gaddafi schaltet sich angeblich in Vermittlungen ein

25. Oktober 2002, 18:48
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"Intensive Kontakte" zu islamischen Geistlichen in Russland

Tripolis - Der libysche Staatschef Muammar el Gaddafi hat sich angeblich in die Vermittlungsbemühungen für ein friedliches Ende der Geiselnahme in Moskau eingeschaltet. Eine von Gaddafi finanzierte Organisation, die "islamische Welt-Volksliga", unterhalte derzeit "intensive Kontakte" zu verschiedenen islamischen Geistlichen in Russland, darunter auch dem Mufti von Moskau, meldete die staatliche libysche Nachrichtenagentur JANA am Freitag. Ziel sei der Gespräche sei es, die tschetschenischen Geiselnehmer von der Freilassung ihrer Gefangenen zu überzeugen. In einer Erklärung bedauerte die "Volksliga" die Aktion. Sie entspreche nicht den Regeln des Islams.

Eine von Gaddafis Sohn geleitete Stiftung hatte im Jahr 2000 auf der philippinischen Insel Jolo an der Freilassung von mehreren westlichen Geiseln aus den Händen der islamistischen Abu-Sayyaf-Organisation mitgewirkt. Die meisten Geiseln waren damals nach Libyen ausgeflogen und dort von jeweiligen nationalen Vertretern empfangen worden. (APA)

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