Deutsche Mobilfunker fixieren Preise für Rufnummernmitnahme

25. Oktober 2002, 14:21
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O2 verlangt 22,5 Euro - Mitnahme der Rufnummer kostet bei T-Mobile und E-Plus je 24,95 Euro

Der deutsche Mobilfunkanbieter O2 stellt seinen Kunden bei einem Wechsel zu einem anderen Netzbetreiber für die Mitnahme der Rufnummer eine Gebühr von 22,50 Euro in Rechnung. Neukunden, die von einem Konkurrenten zu O2 wechselten, könnten ihre Nummer behalten und erhielten außerdem ein Gesprächsguthaben von 25 Euro, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit. Mit seiner Wechselgebühr liegt der kleinste deutsche Mobilfunkanbieter leicht unter den bisher veröffentlichten Preisen.

In Österreich erst ab Mitte 2003 möglich

In Österreich ist die Rufnummernportabilität im Mobilfunk noch nicht möglich und wird erst mit dem neuen Telekommunikationsgesetz geregelt, das im Sommer 2003 in Kraft treten soll.

Der Rest macht es teurer

Sowohl Marktführer T-Mobile als auch E-Plus - nach Vodafone der drittgrößte Netzbetreiber in Deutschland - hatten am Donnerstag angegeben, bei Mitnahme der Rufnummer 24,95 Euro zu verlangen. Die Unternehmen sind bei der Festsetzung der Gebühr frei, von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gibt es in dieser Frage keinerlei Vorgaben.

"Rufnummernportibilität wird Trend verstärken"

Mit dem Gesprächsguthaben für Wechselkunden will O2 auf dem hart umkämpften deutschen Mobilfunkmarkt die Zahl der abgeschlossenen Verträge erhöhen. "Bereits heute verdanken wir unser hohes Wachstum auch Kunden, die von anderen Netzbetreibern zu uns kommen. Die Rufnummernportabilität wird diesen Trend noch verstärken", sagte O2-Marketing-Geschäftsführer Erwin Schmietow.

O2 hatte Ende Juni 4,1 Mill. Kunden und rangiert damit in Deutschland nach den beiden Branchenriesen T-Mobile (D1) und Vodafone D2 sowie E-Plus an vierter Stelle. Der Marktanteil der Tochter der britischen mmO2 lag im Juli bei 7,3 Prozent.(APA/dpa/lby)

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