Sun tritt Webservices-Organisation bei

25. Oktober 2002, 10:28
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WS-I wird Führungsgremium um zwei Sitze erweitern

Sun Microsystems wird der Web Service Interoperability Organization (WS-I) als normales Mitglied beitreten. Damit gibt der Serverspezialist seine frühere Position auf, der Organisation nur mit einem Sitz im Führungsgremium beizutreten. Suns Ankündigung bedeutet das vorläufige Ende im Konflikt mit Konkurrent Microsoft um die weitere Entwicklung von Webservices.

Geschichte

WS-I wurde von mehreren Schwergewichten aus der Industrie wie Microsoft, IBM und BEA gegründet, um die Kompatibilität von Webservices über die unterschiedlichen Plattformen, Anwendungen und Programmiersprachen hinweg sicherzustellen. Das WS-I beabsichtigt, im März 2003 sein Board um zwei Sitze zu erweitern. Sun will sich um einen dieser Sitze bewerben. IBM hat bereits angekündigt, den Serverspezialisten bei der Wahl zu unterstützen.

Abgewartet

Bei der Gründung der Gruppe im vergangenen Februar war Sun noch nicht dabei, weil das Unternehmen die weitere Entwicklung noch abwarten wollte. Danach wollte Sun der WS-I nur als Gründungsmitglied beitreten, um die selben Rechte wie Konkurrent Microsoft bei der weiteren Gestaltung der Webservice-Grundlagen zu erhalten. Unterstützung erhielt Sun dabei von IBM. Big Blue machte sich bereits im vergangenen Sommer für eine Erweiterung des Führungsgremiums der WS-I stark. Neben Sun haben noch andere Unternehmen wie Ariba, Cisco, Novell und VeriSign Interesse an einem Sitz im Board der WS-I angemeldet.

Schlüssel

Webservices werden von vielen Unternehmen als eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft angesehen. So hat Microsoft sich mit seiner .Net-Strategie vollkommen auf Webservices ausgerichtet. Webservice-Anwendungen basieren auf XML und können direkt über das Internet mit anderen Applikationen zusammenarbeiten. (pte)

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