"Gletscherjet 2" wurde in Kaprun in Betrieb genommen

19. Oktober 2002, 14:27
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In nur 144 Tagen wurde 7,3 Millionen teure Aufstiegshilfe geschaffen

Salzburg - In Kaprun wurde heute, Samstag, der neue "Gletscherjet 2" auf das Kitzsteinhorn in Betrieb genommen, nachdem die Standseilbahn beim Unglück am 11. November 2000 völlig ausgebrannt war und 155 Menschen dabei den Tod gefunden hatten. Der "Gletscherjet 1" war am 23. Dezember vergangenen Jahres in Betrieb genommen, nun gibt es eine zweite Aufstiegshilfe auf das Kitzsteinhorn. In nur 144 Tagen wurde der 7,3 Millionen Euro teure "Gletscherjet 2" fertig gestellt.

Zusammen mit der Panoramabahn und der Langwiedbahn ist das "Kitz" damit wieder über zwei unabhängige Bahnsysteme erreichbar. Die Standseilbahn im Unglücksstollen wird für den Personenverkehr nicht mehr genutzt.

Moderne Anlage

Mit den Bauarbeiten für den "Gletscherjet 2" wurde Ende Mai begonnen. Bei einer Gesamtlänge von 1.460 Metern überwindet sie rund 474 Höhenmeter. Insgesamt 27 Kabinen mit je neun Sitz- und sechs Stehplätzen befördern in vier Minuten jeweils 15 Personen von der Mittelstation bis zum Alpincenter, dem Herzstück und Mittelpunkt am Kitzsteinhorn. Die Antriebsstation wurde unterirdisch in die Bergstation integriert, der Bahnhof für die Kabinen ist im Gebäudekomplex am Langwiedboden untergebracht.

Nach Angaben der Betreiber zählt die Einseilumlaufbahn zu den modernsten Anlagen der Welt. Die Bahn ist weniger windanfällig als die bereits bestehende Gondelbahn. Gemeinsam mit der parallel bestehenden Panoramabahn können nunmehr 3.600 Personen stündlich ins Gletscherskigebiet transportiert werden.

"Die sichere, komfortable und witterungsgeschützte Fahrt zum Alpincenter, eine hohe Windstabilität, eine entsprechende Förderzahl, das bequeme Ein- und Aussteigen und der schöne Rundblick aus den modernen Kabinen waren unsere wichtigsten Vorgaben bei der Planung für den Gletscherjet 2", sind sich die beiden Vorstandsdirektoren Peter Präauer und Manfred Müller einig. (APA)

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