15 Verletzte bei Explosion in Kölner Wohnhaus

18. Oktober 2002, 15:55
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Feuerwehr geht von Gasexplosion aus

Köln - Eine gewaltige Explosion in einem Wohnhaus in der Kölner Innenstadt hat am Freitag fünf schwer und zehn leichter Verletzte gefordert. Mindestens zwei Personen schwebten am Nachmittag noch in Lebensgefahr. Die Polizei schloss einen terroristischen Hintergrund aus. Er gehe von einer Gasexplosion aus, sagte der Kölner Feuerwehrchef Stephan Neuhoff. Mehrere Menschen erlitten Rauchvergiftungen und einen Schock.

In dem dreistöckigen Haus sollte am Freitag eine Zwangsräumung vollstreckt werden, sagte ein Polizeisprecher. In der betreffenden Wohnung sei es gegen 9.00 Uhr zu der Explosion gekommen, worauf das Feuer ausbrach. Zum Zeitpunkt des Unglücks sei der Gerichtsvollzieher im Haus gewesen. Die Kriminalpolizei ermittelt. Das Haus liegt nahe dem belebten Kölner Neumarkt, der zugleich ein zentraler Verkehrsknotenpunkt ist.

Prüfung auf fahrlässige oder vorsätzliche Körperverletzung

Bei den Ermittlungen soll nach Angaben der Polizei geprüft werden, ob ein Straftatbestand der fahrlässigen oder vorsätzlichen Körperverletzung vorliegt. Die Schwerverletzten wurden in Spezialkliniken gebracht. "Die haben sehr starke Verbrennungen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Leichtverletzten wurden ambulant behandelt.

Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Das rußgeschwärzte Haus sei zwar schwer beschädigt, aber nicht einsturzgefährdet, hieß es. Durch die Druckwelle gingen zahlreiche Fenster zu Bruch. Der Bereich um den Unglücksort wurde weiträumig abgesperrt. Eine Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes sowie rund 70 Feuerwehrleute waren mit 40 Fahrzeugen im Einsatz. (APA/dpa)

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