EU-Kommission stellt Nuklear-Beihilfen für Nordkorea in Frage

17. Oktober 2002, 14:22
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Brüssel will sich Klarheit verschaffen

Brüssel - Die EU könnte ihre finanzielle Unterstützung für das nordkoreanische Atomprogramm möglicherweise einstellen. Die Berichte über geheime Nuklearwaffen-Programme Pjöngjangs könnten die EU-Gelder zu Gunsten Nordkoreas in Frage stellen, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel. Notwendig sei zunächst, Klarheit über diese Programme zu erhalten. Die Kommission rufe Nordkorea dazu auf, sich an die eingegangenen Verpflichtungen zu halten.

Die EU beteiligt sich an der Finanzierung Konsortiums "Korean Peninsula Energy Development Organisation" (KEDO), das von den USA, Japan und Südkorea 1995 gegründet worden war. Aufgabe der Organisation ist die Entwicklung sicherer Kernenergieanlagen wie Leichtwasserreaktoren, deren Entwicklung nicht die Gefahr einer Weiterverbreitung von waffenfähigem Nuklearmaterial darstellt. Die EU ist seit 1997 in der Führung von KEDO vertreten. (APA)

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