Mangelhafte Kühlgeräte im Lebensmittelhandel

16. Oktober 2002, 17:38
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Test der AK: Viele Beanstandungen bei Bioläden und Reformhäusern

Wien - Mehr Lebensmittelkontrollen im Handel fordern die Konsumentenschützer der AKNÖ (Arbeiterkammer Niederösterreich). Anlass ist eine von Juli bis September durchgeführte stichprobenartige Untersuchung von Kühl- und Gefriergeräten in insgesamt 52 Betrieben im Bundesland. Resümee: Die meisten Beanstandungen gab es in Bioläden und Reformhäusern.

Von 176 untersuchten Gefriertruhen schnitten 146 Truhen schlecht ab

Laut Aussendung von Mittwoch, war das Ergebnis bei den 146 auf die richtige Temperatur geprüften Kühlgeräte unerfreulich: Neun waren zu warm eingestellt, drei gerade noch an der Toleranzgrenze. Deutlich besser schnitten die Unternehmen bei den 176 untersuchten Gefriertruhen ab: Nur in einem Betrieb entsprach die Temperatur nicht den Anforderungen.

Enttäuscht ist Konsumentenschützer Günther La Garde, dass die Bioläden zu den "Verlierern" gehörten: Die meisten Beanstandungen traten gerade in jenen Geschäften auf, wo der Konsument ganz besonders in die Qualität der Produkte vertraut und auch bereit ist, dafür ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen.

Überprüfungen

La Garde kündigt deshalb an, weiterhin flächendeckende Überprüfungen bei Kühl- und Gefriergeräten durchzuführen. Dabei sei die Wichtigkeit von externen Messungen zu erkennen: Es wurde im Zuge der Erhebung festgestellt, dass drei Geräte defekt waren. Bei einem Gefriergerät wurden laut Digitalanzeige minus 25 Grad angezeigt, tatsächlich ergab die Messung nur minus 10,1 Grad bei Tiefkühlfisch. Um etwaige Ungenauigkeiten durch Umluft auszuschließen, wurden die Produkte in der zweiten Reihe gemessen.

"Die Kühlkette muss einfach stimmen. Schwankungen auch nur um ein paar Grad dürfen einfach nicht vorkommen", so die AKNÖ. Immer wieder würden Tests zeigen, dass sensible Produkte wie Fleisch oder Fisch frühzeitig verdorben sind. Der Konsument müsse sich auf die am Etikett angegebene Haltbarkeitsfrist verlassen können.

Jene Unternehmen, bei denen die Ergebnisse nicht zufrieden stellend waren, hätten bereits Verbesserungen zugesagt. Im persönlichen Gespräch lassen sich immer Lösungen finden, ist La Garde überzeugt. Unangekündigte Nachkontrollen sollen zeigen, ob sich die Unternehmen auch an ihre Zusagen halten werden. (APA)

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