Deutsche Tageszeitungen im dritten Quartal mit Auflagenminus

14. Oktober 2002, 20:07
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Auch Nachrichtenmagazine "Spiegel", "Stern" und "Focus" mit Rückgängen

Die "Financial Times Deutschland" hat als eine der wenigen überregionalen Tageszeitungen in Deutschland im dritten Quartal 2002 ihre Auflage gesteigert. Im Durchschnitt wurden in den Monaten Juli bis September je Ausgabe 83.789 Exemplare der "FTD" verkauft, 9,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie am Montag aus den von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) erhobenen ersten Zahlen hervorgeht.

Die "Frankfurter Rundschau" verbuchte dagegen ein Auflagenminus von 3,7 Prozent auf 183.373 Exemplare. Die verkaufte Auflage der "Welt" (Axel Springer Verlag ging sogar um 9,6 Prozent auf 238.412 zurück. Die Daten für die "Süddeutsche Zeitung", das auflagenstärkste Qualitätsblatt in Deutschland, und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" waren noch nicht bekannt.

Einbruch der Anzeigeneinnahmen

Die deutschen Zeitungen leiden derzeit allesamt unter einem Einbruch der Anzeigeneinnahmen, die etwa zwei Drittel der Einnahmen der Branche ausmachen. Die Verlage haben zum Teil einen erheblichen Stellenabbau angekündigt und stellen ihr Beteiligungsportfolio auf den Prüfstand.

Bei den Nachrichtenmagazinen behauptete der "Spiegel" mit einer Auflage von rund 1,109 Millionen seine führende Stellung vor dem "Stern" (Gruner+Jahr) mit 1,083 Millionen und dem "Focus" (Hubert Burda Verlag) mit 786.573 Exemplaren je Ausgabe. Alle drei Magazine mussten aber einen Rückgang ihrer Auflage hinnehmen. (APA/Reuters)

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