Rauchende Skifahrer stürzen öfter

10. Oktober 2002, 13:50
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Studie: Carver stürzen seltener als Normalskifahrer

Wien - Snowboarder stürzen durchschnittlich 3,4 Mal am Tag, Normalskifahrer 0,98 Mal und "Carver" nur noch 0,76 Mal. Dieses interessante Zahlenmaterial erbrachte eine Studie, die in der vergangenen Wintersaison mit mehr als 2000 Skifahrern durchgeführt und am Mittwoch in Wien präsentiert wurde.

Einen weiterer überraschender Aspekt der Untersuchung: Raucher "sind bei Stürzen doppelt so hoch gefährdet wie Nichtraucher", erklärte Studienleiter Martin Burtscher vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Innsbruck. Der Grund dafür konnte allerdings nicht genau erhoben werden. Ein Motiv dafür könnte sein, dass Raucher eher dazu neigen, auf der Hütte mehr Alkohol zu trinken, erläuterte der Mediziner. Nach Alkoholgenuss ist das Sturzrisiko um ein 1,6-faches höher, bei Snowboardern sogar um ein 4,6-faches.

Erstaunlich sei auch gewesen, dass die Berghöhe, auf der der jeweilige Wintersport ausgeführt wurde, ein wesentlicher Unfallfaktor gewesen sei. Burtscher: "Das Sturzrisiko über 2000 Meter war doppelt so hoch wie unter 2000 Meter". "Dass die Sturzhäufigkeit der Carver um ein Viertel weniger war, war für uns ein sehr überraschendes Ergebnis", urteilt Burtscher. Es könne gesagt werden, dass der Breitensport durch die taillierten und meist kürzeren Ski sicherer wurde, meinte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Die Untersuchung wurde vom Österreichischen Skiverband beauftragt. (APA)

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