UMTS floppt - GPRS rules

9. Oktober 2002, 11:01
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Studie: Bis 2007 sollen erst zehn Prozent ein UMTS-Handy haben

Die ohnehin finanziell schwer angeschlagenen europäischen Telekom-Gesellschaften müssen sich beim UMTS-Geschäft noch gedulden. Das internationale Marktforschungshaus Forrester sieht für den europäischen UMTS-Markt erhebliche Verzögerungen. In ihrer Untersuchung kommen die Forrester-Analysten zu dem Ergebnis, dass in fünf Jahren erst zehn Prozent der Europäer ein UMTS-Handy besitzen werden. Das entspricht nur einem Fünftel von dem, was sich die Provider erhofft haben, berichtet ddp. Damit könnte auch die Rückzahlung ihrer Schulden ins Stocken geraten, da das UMTS-Geld vorerst noch ausbleibt.

"Falls sie es bis dahin durchhalten"

"Die meisten europäischen Mobilfunkanbieter werden mit UMTS erst nach 2014 kostendeckend arbeiten können – falls sie es bis dahin durchhalten", so Forrester-Analystin Michelle de Lussanet. Als Ursache sieht Forrester die GPRS-Technologie, die bis auf die Geschwindigkeit alle Vorteile von UMTS bietet, aber wesentlich preisgünstiger ist. "Besonders kritisch ist die Situation für Großbritannien und Deutschland, weil in diesen Ländern das meiste Geld für die Lizenzen ausgegeben wurde und nichts mehr für UMTS-Inhalte, Subvention der Handys und entsprechende Werbekampagnen vorhanden ist", betonte de Lussanet.

Ernüchterung in Japan

Auch in Japan beginnt langsam die UMTS-Ernüchterung um sich zu schlagen. Ende September hatte der Mobilfunkriese NTTDoCoMo seine UMTS-Prognosen erneut zurückgeschraubt. Ein Jahr nach dem Start seines Dienstes stoße der neue Standard auf wenig Resonanz. Im laufenden Geschäftsjahr 2002/03 (31. März) rechnet DoCoMo mit 70 Prozent weniger Kunden für seinen UMTS-Dienst als zunächst angenommen. Als Grund für die zurückgeschraubten Erwartungen wurden die begrenzte Verfügbarkeit des Dienstes, der hohe Preis der UMTS-tauglichen Telefone und die geringe Lebensdauer ihrer Batterien genannt. (pte)

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Forrester

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