Kuwait wäre "froh" über US-Militäraktion gegen den Irak

1. Oktober 2002, 14:26
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Iran will sich neutral verhalten

Teheran - Kuwait würde nach den Worten seines Verteidigungsministers, Scheich Jaber Mubarak el Sabah, eine militärische Operation der USA gegen den Irak begrüßen. Im Falle eines UNO-Mandats wäre Kuwait "froh" über eine solche Operation, sagte der Minister am Dienstag in Teheran vor Journalisten. Die irakische Führung habe viele Verbrechen verübt. Nicht nur Kuwait, das 1990 vom Irak besetzt worden war, sondern auch andere Opfer aus Iran und selbst dem Irak sollten die irakischen Führer vor Gericht bringen, sagte der Scheich.

Damit hat sich Berichten zufolge erstmals ein arabischer Regierungsvertreter in Teheran nicht gegen eine US-Militäraktion gegen den Irak ausgesprochen.

Der iranische Verteidigungsminister Ali Shamkhani erklärte am Dienstag in Teheran, dass sein Land im Irak-Konflikt weder auf der amerikanischen noch der irakischen Seite stehe. Iran unterstütze keinen US-Militärschlag. Teheran sei ferner der Ansicht, dass Bagdad international anerkannte Resolutionen respektieren müsse, sagte Shamkhani vor Journalisten. "Was wir tun können, ist, mit verstärkten diplomatischen Anstrengungen Spannungen in der Region zu verhindern, das Übrige liege beim Irak, insbesondere im Hinblick auf die UNO-Inspektionen", erklärte der Minister. (APA/dpa)

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