Jochen Frowein - Spezialist für Völkerrecht

30. September 2002, 13:50
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Direktor des Max-Planck-Instituts in Heidelberg

Heidelberg - Jochen Frowein, dessen Gutachten über die Kompatibilität der tschechischen Benes-Dekrete mit dem EU-Recht in Brüssel und Wien derzeit aufgeregt erwartet wird, ist ausgewiesener Spezialist für Völkerrecht und internationale Beziehungen. Frowein (geboren 1934) ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Völkerrecht in Heidelberg. Zuvor war er von 1973 bis 1993 Mitglied der Europäischen Menschenrechtskommission.

Im Zuge der Maßnahmen der EU-14 gegen die österreichische ÖVP-FPÖ-Regierung war Frowein im Jahr 2000 mit dem ehemaligen finnischen Staatspräsidenten Martti Ahtisaari und dem früheren spanischen Außenminister und ehemaligen EU-Kommissar Marcelino Oreja-Aguirre Mitglied des dreiköpfigen "Weisenrats" zur Prüfung der innenpolitischen Lage in Österreich.

Der Professor in Heidelberg ist ausgewiesener Experte für Völker- und Verfassungsrecht und spezialisierte sich vor allem auf das Recht der Vereinten Nationen, den Europäischen Menschenrechtsschutz und vergleichendes Verfassungsrecht. In Berlin geboren, studierte Frowein Rechtswissenschaften unter anderem in Ann Arbor (US-Bundesstaat Michigan) und arbeitete dann am Heidelberger Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht.

In der Stadt am Neckar lehrt er zudem als Professor an der Universität. Frowein war zwischen 1973 und 1993 Mitglied der Europäischen Menschenrechtskommission und zwischen 1977 und 1980 Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg, das von Professor Jochen Frowein geleitet wird, informiert unter der Adresse www.virtual-institute.de auch im Internet über seine Aktivitäten. (APA/dpa)

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