Auslandssender Channel D nach nur einem Jahr am Ende

27. September 2002, 15:37
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Unternehmen stellte am Freitag Insolvenzantrag

Nach nur einem Jahr Sendebetrieb ist der deutsche Auslandssender Channel D am Ende. Das Unternehmen habe am Freitag beim Amtsgericht Bremerhaven Insolvenzantrag gestellt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" hatte Sender-Chef Karl Otto Saur als Grund für das Aus "die allgemeine Medienkrise" genannt. Es sei nicht gelungen, Investoren für das Projekt zu finden. Vor allem die Marketingaufwendungen habe man "erheblich unterschätzt".

"Wir bringen ein Stück Heimat nach Hause"

Die Channel D Radio und TV GmbH war am 1. September 2001 als deutschsprachiger Bezahlsender in den USA auf Sendung gegangen. Kurz vor dem Start hatte der Sender auch TV-Entertainer Harald Schmidt als Gesellschafter gewonnen. Mit dem Solgan "Wir bringen ein Stück Heimat nach Hause" wollte Channel D in den USA und Kanada, aber auch in Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern deutschstämmige Zuschauer erreichen.

Geplant war ursprünglich sogar eine Ausweitung des Sendegebiets auf Asien, Australien und Ozeanien. Bisher fanden sich laut "Berliner Zeitung" allerdings nur knapp tausend Abonnenten. Der Sendebetrieb von Channel D soll demnach zunächst mit einem Notprogramm aufrecht erhalten werden. (APA/AFP)

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