Bologna zeigt große Holzbauer-Ausstellung

29. September 2002, 21:30
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"Werk jenes Architekten, der das Gesicht Österreichs am meisten verändert und modernisiert hat"

Rom - Die Stadt Bologna ehrt den österreichischen Architekten Wilhelm Holzbauer mit einer großen Ausstellung in der Barockkirche San Mattia. Die Schau, die am Freitag eröffnet wird und bis 27. Oktober zu besichtigen ist, will dem italienischen und internationalen Publikum das Werk jenes Architekten vorstellen, der das Gesicht Österreichs am meisten verändert und modernisiert habe, betonten die Kuratoren. Zu den Werken, die in Bologna vorgestellt werden, zählt das aus den 70er Jahren stammende Wiener U-Bahnsystem sowie das Advanced Light Rapid Transport System von Vancouver.

Außerdem werden das Rathaus und das Operntheater von Amsterdam gezeigt sowie das Festival-Theater von Baden-Baden, die Universitäten Salzburg und Frankfurt sowie der Andromeda-Tower in der Wiener UNO-City. Layout und Konzept der Ausstellung wurden in Zusammenarbeit mit Holzbauer und seinen Mitarbeitern von einem wissenschaftlichen Komitee entwickelt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in englischer und deutscher Sprache mit italienischer Übersetzung.

Die Ausstellung wird mit vielen Modellen der wichtigsten Werke von Holzbauer bereichert. Hinzu kommen Originalzeichnungen des Architekten bzw. seiner Mitarbeiter und beleuchtete Gigantografien. Während der Ausstellung werden auch ständig Filme über die Arbeiten Holzbauers gezeigt. Auf Grund dieses Konzepts wollen die Organisatoren auch ein nicht fachmännisches Publikum anziehen.

Die Ausstellung wurde von der Italienisch-Österreichischen Kulturvereinigung Bologna organisiert, die im Bereich Architekturausstellungen große Erfahrung hat. An der Zusammenstellung der Schau beteiligten sich auch das Landesdenkmalamt, die Gemeinde Bologna, die Galerie für Moderne Kunst, die Baumesse Saie (die viele Architekten aus der ganzen Welt nach Bologna bringt) und das Österreichische Kulturforum Mailand. Die Ausstellung wurde vom italienischen Kunstministerium als Teil der Programme der "Journees europeennes du Patrimoine" des Europarates ausgewählt. (APA)

Die Ausstellung ist bis 27. Oktober täglich außer Montag von 14.30 bis 19.30 und Sonntag von 9.30 bis 12.30 geöffnet.

Infos: 0039-051-268711
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