Seniorenheim-Chefin soll Bewohner betrogen haben

27. September 2002, 11:50
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"Schenkungen" mit Blankounterschriften erschlichen

Linz - Unter einem schweren Verdacht steht die Chefin eines privaten Seniorenheimes in Oberösterreich: Sie soll die betagen Bewohner des Heimes auf verschiedene Weise betrogen und sich "Schenkungen" erschlichen haben. Die Frau, für die die Unschuldsvermutung gilt, weist die Vorwürfe zurück.

Laut Mitteilung der OÖ. Sicherheitsdirektion vom Freitagfrüh habe die Leiterin des Seniorenheimes - so wird sie zumindest in Anzeigen beschuldigt - den Bewohnern Blankounterschriften abverlangt, mit denen sie später "Vollmachten" für Schenkungen zu ihren Gunsten angefertigt habe. Weiters sei die Heimleiterin verdächtig, sich Wertgegenstände aus den Wohnungen der Insassen widerrechtlich angeeignet zu haben.

Auf Briefen an die Pensionsversicherungsanstalten habe die Heimchefin Unterschriften gefälscht. Ebenso soll sie ein Testament gefälscht haben.

Die Staatsanwaltschaft Steyr wurde eingeschaltet. Außerdem ermittelt die Gendarmerie, ob es möglicherweise noch weitere Verdachtsfälle im Zusammenhang mit dem Seniorenheim gibt. (APA)

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