OÖ: "Sex-Prozess" gegen Vizebürgermeister

27. September 2002, 14:27
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30 Monate Haft wegen Nötigung und versuchter Vergewaltigung

Linz - 30 Monate Haft - davon zehn unbedingt, sowie eine Teilschmerzensgeldzahlung von je 1.000 Euro an die beiden Opfer. So lautet das am Freitagmittag gefällte Urteil des Landesgericht Wels gegen einen Lehrer und Vizebürgermeister, der der versuchten Vergewaltigung und sexuellen Nötigung beschuldigt wurde. Der Angeklagte meldete Nichtigkeit und Berufung an, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist daher noch nicht rechtskräftig.

Intrige nicht nachvollziehbar

Als Urteilsbegründung gab die Richterin an, dass die vom Angeklagten behauptete "Intrige", die gegen ihn geschmiedet worden sein soll, nach heutigen Zeugeneinvernahmen nicht nachvollziehbar sei. Die "Opfer", die an dieser Intrige "mitgeschmiedet" hätten, müsste man damit unterstellen, dieses Vorhaben schon 1990 bei den ersten Vorfällen im Sinne gehabt zu haben.

Als erschwerend wurden der lange Zeitraum, in dem die Taten begangen wurden, sowie die Tatwiederholung angeführt. Mildernd wirkte sich bei dem Urteil aus, dass es bei der Vergewaltigung beim Versuch geblieben ist, so die Richterin. Der Angeklagte meldete Nichtigkeit und Berufung an, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist daher noch nicht rechtskräftig. (APA)

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