Warum manche Menschen gegen Aids immun sind

26. September 2002, 21:03
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Trotz HIV-Infektion bleibt Ausbruch der Krankheit aus - Forscherteam glaubt nun die Ursache in Proteinen gefunden zu haben

Washington - Ein Forscherteam in New York hat nach eigenen Angaben die Ursache für die seltene natürliche Resistenz gegen die Immunschwächekrankheit Aids gefunden. Amerikanische und chinesische Wissenschaftler des Aaron Diamond Forschungszentrums ADARC teilten am Donnerstag mit, sie hätten eine Gruppe von Proteinen isoliert, die ein Fortschreiten der HIV-Infektion hemmen und damit den Ausbruch von Aids verhindern.

Etwa ein bis zwei Prozent aller HIV-Infizierten in den USA weisen demnach diese so genannten Alpha-1-, Alpha-2- und Alpha-3-Defensine auf. Sie erkranken trotz der Infektion nicht an der Immunschwäche.

"Diese Entdeckung ist eine wichtiger Schritt im Verständnis der körpereigenen Abwehr von HIV", sagte Linqi Zhang, der die Forschungen leitet. Mit Hilfe der drei Alpha-Defensine wollen die Wissenschafter nun eine wirkungsvolle Therapie gegen Aids entwickeln. Laut ADARC-Direktor David Ho verliefen erste Versuche dazu bereits vielversprechend. Die Studie erscheint in der neuen Ausgabe des US-Wissenschaftsmagazins "Science" am Freitag. (APA)

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    Das HI-Virus

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