SPD und PDS beginnen Sondierungsgespräche in Schwerin

26. September 2002, 11:10
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Post-Kommunisten wollen drei Ressorts in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin - Vier Tage nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haben Sozialdemokraten und Reformkommunisten am Donnerstag Sondierungsgespräche für die Neuauflage ihrer Koalition begonnen. Die SPD hatte am Sonntag Gewinne verbucht, die PDS starke Verluste. Dennoch fordert die PDS auch in einer neuen rot-roten Regierung mindestens drei Ressorts. Die SPD unter Ministerpräsident Harald Ringstorff leitete bisher sechs Ministerien und die Staatskanzlei.

Am Samstag soll in Güstrow ein PDS-Landesparteitag über die offizielle Aufnahme der Koalitionsverhandlungen abstimmen. Am kommenden Montag soll der SPD-Landesvorstand darüber beraten.

Bei der Landtagswahl war die PDS von 24,4 auf 16,4 Prozent abgestürzt. Die SPD verbesserte sich von 34,3 auf 40,6 Prozent. Die CDU als einzige Oppositionspartei stieg von 30,2 auf 31,3 Prozent. FDP und Grüne scheiterten wie schon 1998 an der Fünf-Prozent-Hürde.

SPD und PDS waren mit dem erklärten Ziel in die Wahl gegangen, ihre Koalition fortzusetzen. Ihr Bündnis war die erste rot-rote Koalition in einem deutschen Bundesland. Ihr Antreten 1998 war heftig umstritten. In der Praxis funktionierte sie dann fast reibungslos. (APA/dpa)

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