Nach Todesfall bei Jagd wird Expertengruppe eingesetzt

25. September 2002, 17:50
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Dabei sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie in Zukunft Unglücke dieser Art vermieden werden können

Eisenstadt - Nach dem tödlichen Schuss auf einen 20-jährigen Grundwehrdiener am vergangenen Donnerstag wird im Burgenland nun eine Expertengruppe eingesetzt, die rasch Vorschläge erarbeiten soll, um künftig solche Unfälle zu vermeiden, kündigte Landesrat Paul Rittsteuer an. "Angesichts der Tragik des Unfalls von Pinkafeld, bei dem ein junger Mensch unverschuldet zu Tode kam, kann nun nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden. Es muss vielmehr alles Menschenmögliche getan werden, um künftig solche Unfälle zu vermeiden", erklärte Rittsteuer anlässlich des Beginns der Woche der Jagd.

Die Arbeitsgruppe soll sich aus politischen Verantwortungsträgern, Vertretern der Verwaltung, des Bundesheeres und der Jagd zusammensetzen, so Rittsteuer. Für die Jagdausübung bestünden im Burgenland insgesamt sehr strenge Bestimmungen. Menschliches Versagen, wie es allem Anschein nach in Pinkafeld passiert sei, sei aber auch bei noch so strengen Vorschriften und Bemühungen um eine Steigerung der Sensibilität im Umgang mit Waffen nicht absolut auszuschließen, erklärte der Landesrat: "Die Gefährlichkeit von Schusswaffen muss uns immer bewusst sein. Ich appelliere daher an alle, im Umgang mit Waffen die nötige Vorsicht walten zu lassen."

Im Burgenland sind rund 6.000 Jagdkartenbesitzer im Rahmen einer Pflichtmitgliedschaft im Landesjagdverband erfasst. Derzeit gibt es rund 500 Jagdgebiete, davon sind zwei Drittel Genossenschafts-, der Rest Eigenjagdgebiete, so Rittsteuer. (APA)

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