Polizei dementiert gezielten Anschlag auf US-Residenz in Jakarta

24. September 2002, 15:22
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Indonesische Polizei schließt terroristischen Hintergrund aus: Täter seien "Schuldeneintreiber" gewesen

Jakarta - Einen Tag nach einer Granatenexplosion nahe einer US-Botschaftsresidenz in Jakarta hat die Polizei Berichte über einen gezielten Anschlag zurückgezogen. Die Männer, in deren Auto die Granate explodierte, seien vielmehr Schuldeneintreiber gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Bei der Detonation war am Montag ein Mann getötet worden, ein zweiter wurde verletzt. Der indonesische Polizeichef hatte zunächst von einem Anschlagsversuch auf das Botschaftsgebäude gesprochen.

Am Dienstag hingegen schlossen die Behörden einen terroristischen Hintergrund aus: "Es war Zufall, dass sich die Explosion in der Nähe eines amerikanischen Gebäudes ereignet hat", sagte ein Sprecher. Die US-Botschaft hatte bereits am Montag mitgeteilt, es gebe keine Beweise dafür, dass der Anschlag auf ihr Gebäude zielte. Die Explosion ereignete sich eine Woche nach der Wiedereröffnung der Botschaft, die wegen Anschlagsdrohungen sechs Tage lang geschlossen war.(APA)

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