Geiselnehmer in Wien-Margareten gibt auf

23. September 2002, 14:19
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Vierjährige Tochter des Mannes blieb unverletzt - Mögliches Motiv: Frau wollte sich trennen

Wien - Glimpflich ist am Sonntagnachmittag eine Geiselnahme in Wien-Margareten ausgegangen. Ein Vater hatte sich mit seiner vierjährigen Tochter in einem Geschäftslokal in der Einsiedlergasse 21 verschanzt. Er drohte, sich und die Kleine mit Benzin zu überschütten und anzuzünden. Wie die Polizei mitteilte, gab der Mann gegen 17 Uhr auf. Das Kind blieb unverletzt.

Der Mann hatte ein Gespräch mit einem Psychologen verlangt. Die Hintergründe der Geiselnahme blieben zunächst unklar. Eine Ärztin der Berufsrettung "verhandelte" eine Stunde lang mit dem Vater, der schließlich mit dem Notarztwagen abtransportiert wurde.

Das Gebiet rund um den Tatort wurde großräumig abgeriegelt. Fünf Fahrzeuge der Feuerwehr mit 24 Mann unterstützten die Einsatzkräfte der Alarmabteilung der Polizei (WEGA).

Die Lebensgefährtin und Mutter des gemeinsamen Kindes wollte sich vom Geiselnehmer trennen, der Grund dafür waren der Frau zufolge der reichliche Alkoholkonsum des Mannes sowie die immer wieder kehrenden Drohungen und tätlichen Angriffe des 34-Jährigen. Dieser wurde am Montagvormittag verhört. Seine Lebensgefährtin und ihre Tochter wurden bereits aus dem Spital entlassen. (APA)

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