Keine Neuaustragung der Bleiberg-Spiele

19. September 2002, 10:22
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Bundesliga-Pressesprecher Kircher pocht auf Reglementänderung

Wien - Die Klubs der Red Zac Ersten Liga wollen aus der "Causa Bleiberg" ihre Lehren ziehen. Auch wenn sich die Präsidentenkonferenz am Mittwoch im konkreten Fall nicht auf eine einvernehmliche Lösung einigen konnte, wurde beschlossen, "gewisse Lücken im Reglement zu schließen", wie es Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher ausdrückte.

Bleiberg beim Schiedsgericht

Eine Neuaustragung der Spiele von Zweitligist Bad Bleiberg, dem wegen des unerlaubten Einsatzes von Newton Ben Katanha zwölf Punkte abgezogen worden sind, wurde abgelehnt. Diese Lösung stand zwar laut Kircher kurzfristig im Raum, wurde aber nicht von allen Klub-Präsidenten gutgeheißen. Bad Bleiberg ruft nun definitiv das Bundesliga-Schiedsgericht an.

Der Grundsatzbeschluss, auf den sich die Präsidenten der Ersten Liga einigten, zielt darauf ab, die Schwere der Vergehen in Zukunft mehr als bisher in die Strafe einzubeziehen. So sollen einem Verein, der gegen die Regeln verstößt, bei einer Strafbeglaubigung zwar weiter die Punkte abgezogen werden. Diese müssten künftig dem Gegner aber nicht automatisch gutgeschrieben werden.

Auch der unberechtigte Einsatz eines Spielers soll nicht automatisch mit einer Strafverifizierung geahndet werden. "Hier muss es eine andere Möglichkeit als schwarz und weiß geben", so Kircher. Grundsätzlich wolle man den zuständigen Gremien vorschlagen, solche Vergehen mit Geldstrafen zu ahnden. Zudem soll die Einspruchsfrist auf zwei Werktage verkürzt werden.

Bundesliga-Pressesprecher hofft auf baldige Reglement-Änderung

Die Vorschläge werden in der nächsten Woche beim Jour Fixe der Bundesliga präsentiert und danach im Aufsichtsrat besprochen. "Es geht jetzt darum, was die Klubs dazu sagen. Das Inkrafttreten muss aber auch mit dem ÖFB akkordiert werden", sagte Kircher, der auf ein baldige Reglement-Änderung hofft: "Ein flüssiger Übergang wäre in der Winterpause." (APA)

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