Werbedeal bringt Electronic Arts Millionen

17. September 2002, 15:46
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Vereinbarung ist Meilenstein für Game-Branche

Der Computerspiele-Hersteller Electronic Arts (EA) hat heute, Dienstag, einen zwei Mio. Dollar schweren Werbedeal mit dem Chiphersteller Intel und der Fast-Food-Kette McDonalds bekannt gegeben. Die Vereinbarung sieht die Platzierung der jeweiligen Logos in dem noch im Herbst veröffentlichten EA-Spiel "The Sims Online" vor, berichtet die Los Angeles Times. Der Deal ist in dieser Höhe die bisher größte Product-Placement-Vereinbarung für die Unterhaltungssoftware-Branche.

Meilenstein

In Branchenkreisen wird der Deal als Meilenstein für den Game-Sektor gefeiert, berichtet die LA Times. Bisher war es üblich, dass Software-Produzenten an Unternehmen zahlten, um deren Produkte in ihren Spielen darstellen zu dürfen. Beispielsweise hat Sony mehrere Zehntausend Dollar an Honda gezahlt, um deren Autos in einem Rennspiel zu verwenden. EA selbst hat mehr als eine Mio. Dollar an die National Football League abgeliefert, um die Spielserie "Madden Football" realistisch zu gestalten. Der Deal mit Intel und McDonalds kehrt den Geldfluss endgültig um. "Wir erwarten durchaus noch mehr Sponsoren", zeigte sich EA-Sprecher Jeff Brown über die neue Geldquelle erfreut. EA hat bereits einen ähnlichen Vertrag mit dem Sportartikelhersteller Reebok, der aber vom Volumen her deutlich kleiner ausfällt.

Online

"Das ist unser erstes Product Placement in einer Online-Umgebung", erklärt Alison Richards, Marketing-Direktorin bei Intel. In der Filmindustrie ist Product Placement bereits Alltag, für die Softwareschmieden und ihre Spiele ist es Zukunftsmusik, die immer lauter wird. Grund für das zunehmende Interesse der werbetreibenden Unternehmen, ihre Produkte in einem Computerspiel zu sehen, ist der rasant steigende Absatz. Inzwischen können sich die Einnahmen aus Computer- und Konsolenspielen bereits mit den Umsätzen an den Kinokassen messen. Im vergangenen Jahr wurden in den USA über sechs Mrd. Dollar für Spiele-Software ausgegeben, 8,4 Mrd. Dollar an der Kinokasse. Das EA-Spiel "The Sims" war zudem ein Verkaufshit, was von der Online-Version auch erwartet wird. (pte)

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