Was tun die Gewerkschaften?

19. September 2002, 10:15
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In Zeiten von Neoliberalismus, atypischen Beschäftigungsformen und dem Ende der Sozialpartnerschaft

Im Jahr 2000 verwies der französische Soziologe Pierre Bourdieu auf die besondere Bedeutung der Gewerkschaften bei der Formierung einer Gegenmacht gegen die fortschreitende neoliberale Globalisierung und bezeichnete Österreich als "Vorreiter des sozialen Europas".

Der damals schon paradox gemeinte Vorstoß, der seine Hoffnung auf einen von Österreich sich ausbreitenden Widerstand setzte, hat sich vor allem in seinem betonten Bezug auf die Gewerkschaften völlig ad absurdum geführt. Dem Vormarsch des radikalen Rechtspopulismus in ganz Europa wurde in anderen Ländern wenigstens gewerkschaftlich einigermaßen massiv entgegnet, in Österreich erwiesen sich die Gewerkschaften nicht einmal als Papier-Tiger.

Die Diskussion soll der Frage nachgehen, ob die Gewerkschaften überhaupt zu einem neuen politischen Auftreten finden können und welche Strategien dazu notwendig sind.

Diskutierende

Hans Sallmutter (Vorsitzender GPA)

Oliver Marchart (Philosoph und politischer Theoretiker)

Klaudia Paiha (Bundessekretärin AUGE)

Melina Klaus (MALMOE-Redakteurin)

Bernhard Amann (Vorsitzender IG Kultur Österreich)

Moderation: Silvia Angelo (Kurswechsel-Redakteurin)

Präsentation der Zeitschriften "Kulturrisse" und "Kurswechsel" anlässlich des Erscheinens der aktuellen Ausgaben zum Thema derGewerkschaften. (red)

19. 9. 2002/19:00
WUK Museumsräume
1090 Wien

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