Irak-Einlenken lässt Ölpreis wieder fallen

17. September 2002, 19:45
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Börsen geben Gewinne wieder ab

Frankfurt/London/New York - Die Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Streits zwischen den USA und Irak um die Rüstungsinspektionen hat am Dienstag den Ölpreis wieder zurückgehen lassen. Die Terminkontrakte auf die richtungweisenden Erdöl-Sorten Brent und Light Crude sanken um 2,2 Prozent auf 27,88 Dollar bzw. 2,8 Prozent auf 28,83 Dollar je Barrel (159 Liter).

Der Grund für den sinkenden Ölpreis sei die vorerst verringerte Kriegsgefahr im Nahen Osten, sagten Händler. Die Angst vor einer Eskalation der Krise in der ölreichen Region hatte den Preis für einen der wichtigsten Rohstoffe für die Industrienationen in den vergangenen Wochen stark steigen lassen. Brent hatte in der vergangenen Woche mit einem Preis von mehr als 29 Dollar ein Jahreshoch markiert.

Börsen geben Gewinne wieder ab

Die internationalen Aktienmärkte reagierten zunächst beflügelt. Allerdings rutschen sie nach unerwartet schwach ausgefallenen US-Konjunkturdaten am frühen Abend wieder ins Minus.

Nach UNO-Angaben von Montagnacht stimmte der Irak angesichts eines drohenden US-Militärschlags der bedingungslosen Rückkehr von UN-Rüstungsinspektoren zu. Die USA bezeichneten das Zugeständnis Bagdads als Taktik. Damit solle nur ein entschiedenes Vorgehen des UN-Sicherheitsrats vermieden werden. Finanzminister Paul O'Neill betonte, Iraks Staatschef Saddam Hussein müsse gehen. Die US-Regierung wirbt unter Verweis auf eine mögliche Bedrohung weltweit um Zustimmung für ein militärisches Vorgehen gegen Irak. (APA/Reuters)

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