Keine Jobs mehr für Softwareentwickler

13. September 2002, 13:31
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Dramatischer Rückgang der IT-Stellenangebote in Deutschland um 45 Prozent

Die Zahl der IT-Stellenanzeigen ist in Deutschland in den ersten acht Monaten 2002 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 67 Prozent zurückgegangen. Das berichtet die deutsche "Computerwoche" unter Berufung auf Berechnungen der EMC/Adecco-Arbeitsmarktforscher. Diese haben die IT-Stellenanzeigen in 40 deutschen Tageszeitungen ausgewertet. Demnach sank die Zahl der IT-Stellenangebote von 55.078 im Vorjahr um über 67 Prozentauf jetzt 18.182. Weniger dramatisch sieht es dagegen aus, wenn man alle Jobs für Fach- und Führungskräfte berücksichtigt. Hier beträgt der Rückgang etwa 45 Prozent von 228.504 auf 126.293.

Hauptbetroffene

Am stärksten betroffen sind laut dem Bericht die Programmierer: Waren voriges Jahr noch 22.284 Stellen für Software-Entwickler ausgeschrieben, so sind es jetzt 4.245. Im Vergleich der IT-Berufe sind die CAD/CAM-Spezialisten diejenigen, die es in der Krise am wenigsten getroffen hat – hier gab es in diesem Jahr 4.078 Stellenanzeigen gegenüber 7.723 im Vorjahr. Damit liegen sie vor allen klassischen IT-Berufen.

Einbruch

Die Telekommunikations-Hersteller sind für die größten Einbrüche auf dem IT-Arbeitsmarkt verantwortlich. Hatten sie in den ersten acht Monaten 2001 noch 4.509 Stellen zu vergeben, waren es in diesem Jahr nur 532 - das entspricht einem Rückgang von 88 Prozent. Ohne Dynamik ist auch der IT-Arbeitsmarkt in den Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik und Finanzdienstleistung. Selbst der öffentliche Dienst stellt mit 2.386 Stellen weniger ein als im Vorjahr (3.878 Stellen). (pte)

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