Philosophicum Lech: "Die Kanäle der Macht"

13. September 2002, 18:59
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Reden über "Herrschaft und Freiheit im Medienzeitalter" am Arlberg

In Lech am Arlberg diskutieren seit Donnerstag Nachmittag und noch bis Sonntag beim 6. "Philosophicum Lech" Philosophen, Wissenschafter anderer Fachgebiete und Medienfachleute über "Herrschaft und Freiheit im Medienzeitalter". Das Generalthema der diesjährigen Veranstaltung lautet "Die Kanäle der Macht".

Teilnehmer und Inhalte

Teilnehmer sind unter anderem Kultur-Staatssekretär Franz Morak (V), ORF-Generaldirektorin Monika Lindner, STANDARD-Herausgeber Oscar Bronner oder Magna-Sprecher Andreas Rudas. An der Eröffnung nahmen auch Verleger Hubert Burda, der ehemalige deutsche Außenminister Klaus Kinkel und der Kommunikationswissenschafter Norbert Bolz teil. Das Programm sieht unter anderem auch Vorträge oder Diskussionsbeiträge des Wiener Schriftstellers Robert Menasse ("Zeit im Bild - Über die Vernichtung der erlebten Zeit durch Echtzeit") oder des Wiener Soziologen Reinhold Knoll ("Geheime Kanäle - Über die subtil-subversive Macht der Medien") vor.

"Verbirgt sich hinter der vermeintlichen Breite des Angebots und hinter dem Karussell der technischen Innovationen nicht das immer Gleiche einer nivellierenden Kulturindustrie", fragte einleitend der wissenschaftliche Leiter des Philosophicums, der Wiener Philosophieprofessor Konrad Paul Liessman: "Es lässt sich der Verdacht formulieren, dass sie nicht nur die Politik zur Show werden lässt, sondern überhaupt auf Unterhaltung anstelle von demokratischer Partizipation setzt." Das Philosophicum 2002 wolle sich deshalb der Frage stellen, wo sich die Macht im viel beschworenen Medienzeitalter verborgen hält, wie sie sich ausdrückt, woran die Konstellationen von Macht und Herrschaft zu erkennen sind und wie demgegenüber Freiheit realisiert werden kann. (APA)

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