Haupt verspricht Erhöhung der Pensionen noch vor der Wahl

13. September 2002, 13:36
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ÖVP will Vorschläge des Seniorenbeirats abwarten

Wien - Sozialminister Herbert Haupt (F) will, wie berichtet, noch vor der Wahl eine Erhöhung der ASVG-Pensionen erreichen. Im Radio-Morgenjournal am Freitag präzisierte er seinen Plan: Für kleine und mittlere Pensionen soll zumindest die Inflation abgegolten und ein Sockelbetrag ausbezahlt werden. Allerdings braucht Haupt für eine solche Gesetzesänderung die ÖVP.

ÖVP-Obmann, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, hat vor drei Tagen zwar den Pensionisten versprochen, ihnen noch in dieser Legislaturperiode einen angemessenen Anteil am österreichischen Wohlstand zukommen zu lassen, sich aber nicht festgelegt.

Die ÖVP will die Vorschläge des Seniorenbeirats abwarten, bevor sie konkret zum Thema Pensionserhöhung Stellung nimmt. Diese Vorschläge werden Mitte Oktober vorliegen, erläuterte Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat am Freitag der APA - dann werde man, im Einvernehmen mit dem Finanzminister, Möglichkeiten ausarbeiten. "Im Prinzip haben wir sicher nichts gegen eine soziale Komponente", stellte Rauch-Kallat klar. Für die ÖVP-Generalsekretärin wäre es unseriös, jetzt konkrete Versprechungen zu machen.

SP-Pensionistenverband fordert 2,1 Prozent Anpassung

Der SPÖ-Pensionistenverband hat am Freitag seine Forderung nach einer Anpassung der Pensionen um 2,1 Prozent bekräftigt. "Der Pensionistenverband Österreichs hat seit Monaten die Anpassung der ASVG-Pensionen in der Höhe der abzugeltenden Teuerung gefordert. Diese beträgt für den vom Gesetz vorgesehenen Zeitraum 2 bis 2,1 Prozent", erklärte Präsident Karl Blecha am Freitag in einer Aussendung.

"Diese Forderung schließt eine soziale Komponente, nämlich die höhere Anpassung der Kleinstpensionen ein. Da die ASVG-Pensionen höchstens 2.309 Euro brutto erreichen, ist damit auch die Grenze angegeben, bis zu der die volle Anpassung gilt", erläuterte Blecha. (APA)

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