Mode als Statement

13. September 2002, 11:18
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Die georgischen Festwochen werden mit einer Modeschau von Maka Assathiany eröffnet. Ein politisches Statement - eine "cultural antiterrorism action".

Eine Modeschau in einem tschetschenischen Flüchtlingslager eines georgischen Bergtals, das unter anderem für extrem hohe Kriminalität, Drogenhandel und Entführungen bekannt ist? Die georgische Modedesignerin Maka Assathiany will das von ihr im Frühjahr im Pankisi-Tal veranstaltete Event vorrangig als politisches Statement verstanden wissen, als eine "cultural anti-terrorism action". Sie sieht sich als Friedensbotschafterin für die Region: "Diese Modeparade soll vor allem zeigen, dass die Pankisi-Bergschlucht eher für den Frieden und nicht für den Krieg geschaffen ist", sagt sie.

Am Montag (16. 9., 20 Uhr) wird Maka Assathiany auch in Wien eine Modeschau, die sich in den Grundelementen an die Veranstaltung in Pankisi anlehnt, auf die Bühne bringen. In der Säulenhalle im Museum für angewandte Kunst in Wien wird sie damit die Georgischen Festwochen (16. 9. bis 17. 10.) eröffnen. Die Choreografie der Show soll sich weitgehend an jener der Veranstaltung in Pankisi orientieren, inklusive eines Konzerts. Zu erwarten ist also eher ein theatralischer Abend - nicht nur, was das Design der Kleider oder besser gesagt Roben angeht - als eine Modeschau der üblichen Kategorie.

Im Rahmen der Festwochen sind außerdem unter anderem ein Symposium zum Thema "Georgien - das Land dazwischen. Orient und Okzident, Sehnsucht und Sturz, Politik und Kunst" im Mumok (10. 10.) sowie diverse Ausstellungen georgischer Künstler geplant. (derStandard/rondo/mw/13/9/02)

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    foto: mak
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