Wieder Wahlchaos in Florida

11. September 2002, 15:22
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Gouverneur Jeb Bush spricht von einer Schande

Washington - Bei Vorwahlen für die US-Kongresswahlen im November hat sich im Bundesstaat Florida das Chaos der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 wiederholt. In vielen Gemeinden und auch in Miami konnten die Wahllokale wegen technischer Probleme erst mit großer Verspätung öffnen, in 14 Gemeinden funktionierten die Auszählmaschinen nicht, andere konnten ihre Ergebnisse nicht an die zentrale Wahlstelle übermitteln.

Floridas Gouverneur Jeb Bush sprach von einer Schande. Wegen der Probleme mussten die Wahllokale mehrere Stunden länger geöffnet bleiben und auch am frühen Mittwochmorgen war nicht klar, wer die Vorwahlen gewonnen hatte.

Für die Demokraten war Bill Clintons ehemalige Justizministerin Janet Reno angetreten, dem Präsidentenbruder Jeb Bush im November das Gouverneursamt abzunehmen. Sie trat bei den internen Vorwahlen der Demokraten gegen den Anwalt Bill McBride an, der nach Angaben des "Miami Herald" vom Mittwoch knapp führte. Wegen der Schwierigkeiten lag jedoch noch kein klares Ergebnis vor.

Bei anderen internen Vorwahlen der Parteien setzte sich die frühere Ministerin Elizabeth Dole klar als Kandidatin der Republikaner für den freigewordenen Senatssitz des konservativen "Urgesteins" Jesse Helms durch. Im Bundesstaat Maryland gewann Kathleen Kennedy Townsend; sie wird im November um den Gouverneursposten kämpfen. Sie ist die älteste Tochter von Robert Kennedy. (APA/dpa)

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