"Hälfte der Airlines de facto pleite"

11. September 2002, 14:17
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Lufthansa-Chef Jürgen Weber: Viele Fluggesellschaften haben sich selbst in die schwierige Situation gebracht

Düsseldorf - Nach Einschätzung von Lufthansa-Chef Jürgen Weber kämpft ein Großteil der Fluggesellschaften ein Jahr nach Ausbruch der schweren Luftfahrt-Krise als Folge der Terroranschläge vom 11. September ums Überleben. "De facto ist die Hälfte der Fluggesellschaften in der Welt pleite", sagte Weber der "WirtschaftsWoche". Dafür seien allerdings nur zum Teil äußere Einflüsse verantwortlich. Viele Fluggesellschaften hätten sich selbst in eine schwierige Position gebracht.

Preisdumping

Ein Grund für die wirtschaftliche Schieflage von Airlines ist laut Weber der Verkauf von Flügen unter den Kosten. Es werde zu sehr auf Marktanteile geschaut, statt auf Qualität und eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Preisdumping, um die Sitze zu füllen, führe in den Ruin, sagte Weber weiter. Deshalb glaube er nicht an sinkende Preise durch die Konkurrenz von Billigfluggesellschaften. (APA/dpa)

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    Glaubt nicht an die heilende Wirkung sinkender Preise: Lufthansa-Chef Jürgen Weber.

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