Mediaset mit Umsatz- und Gewinneinbußen

11. September 2002, 10:05
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Einsteig bei KirchMedia zu teuer

Der italienische Medienkonzern Mediaset hat in seiner Halbjahresbilanz Gewinn- und Umsatzrückgänge verbucht. Der Umsatz des Unternehmens, das von der Familie von Ministerpräsident Silvio Berlusconi geführt wird, sank in den ersten sechs Monaten 2002 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent von 1,369 Milliarden Euro auf 1,301 Milliarden Euro, teilte Mediaset am Dienstagabend mit.

Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) ging im gleichen Zeitraum ebenfalls um über fünf Prozent von 846,7 Millionen Euro auf 800,2 Millionen Euro zurück. Um 17 Prozent brach hingegen der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) ein: Im ersten Halbjahr 2002 belief er sich auf 413 Millionen Euro; in den ersten sechs Monaten 2001 betrug er noch rund 500 Millionen Euro.

Rückläufige Werbeeinnahmen

Als Gründe für den Einruch wurden hohe Abschreibungen auf den Anteil an der KirchMedia und rückläufige Werbeeinnahmen im ersten Halbjahr genannt. Der Ergebnis blieb unter den Erwartungen der Analysten.

Weiter an KirchMedia interessiert

Mediaset-Chef Fedele Confalonieri sagte, sein Konzern sei zwar weiterhin an der insolventen KirchMedia interessiert, befinde sich aber nicht unter den derzeitigen Bietern. Unter den gegenwärtigen Umständen seien die Kosten zu hoch. "Die Chance ist interessant, das haben wir immer gesagt. Wir sind nicht im Rennen und wir haben kein Gebot vorgelegt. Wir glauben, dass Abwarten im Moment eine gute Taktik ist", sagte Confalonieri nach der Vorlage der Halbjahresergebnisse. (APA/dpa/Reuters)

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