USA haben offenbar keine Belege für Irak-El-Kaida-Connection

10. September 2002, 16:22
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Suche nach Verbindung Bagdads zum Terror aufgegeben

Washington - Die US-Regierung hat offenbar den Versuch vorerst aufgegeben, eine Verbindung zwischen dem Irak und El Kaida oder anderen mutmaßlichen Terrororganisationen nachzuweisen. Wie die US-Zeitung "Washington Post" am Dienstag unter Berufung auf hohe Regierungs- und Geheimdienstkreise berichtete, hat der Auslandsgeheimdienst CIA keine Verbindungen zwischen dem irakischen Machthaber Saddam Hussein und dem internationalen Terrorismus gefunden.

US-Präsident George W. Bush begründet seine Kriegsdrohungen gegen den Irak bisher mit mutmaßlichen irakischen Massenvernichtungswaffen, nicht aber mit Verbindungen Bagdads zum Terrorismus. Es wird erwartet, dass Bush dieser bisherigen Argumentationslinie auch in seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung am Donnerstag folgen wird.

Wie die "Washington Post" weiter berichtete, kamen Geheimdienstexperten unter anderem zu dem Schluss, dass es keine ausreichenden Beweise für eine Verbindung zwischen der Regierung in Bagdad und in den Nordirak geflüchteten El-Kaida-Mitgliedern gebe. Auch gebe es keine ausreichenden Belege für ein angebliches Treffen zwischen dem mutmaßlichen Anführer der Hijacker des 11. September, Mohammed Atta, und einem irakischen Geheimdienst-Mitarbeiter im April 2001 in Prag.

Das bisher letzte Mal, dass der Irak einen Angriff auf ein US-Ziel geplant habe, sei im April 1993 gewesen, als ein Anschlag irakischer Agenten auf Ex-Präsident George Bush, den Vater des gegenwärtigen Präsidenten, fehlschlug, sagten Mitarbeiter des CIA der "Washington Post". (APA)

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