US-Autoabsatz auf höchstem Stand seit Oktober 2001

5. September 2002, 13:24
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Plus im August beträgt 13,2 Prozent im Vorjahresvergleich - General Motors und Ford steigern Absätze

Detroit - Die weltweiten Autohersteller haben in den USA im August dank zahlreicher Rabatt-Aktionen und zinsloser Kredite so viele Fahrzeuge verkauft wie seit Oktober 2001 nicht mehr. Mit Ausnahme von Volkswagen konnten auch alle deutschen Autobauer zulegen. Mit einem Plus von knapp 24 Prozent verzeichnete die US-Sparte Chrysler von DaimlerChrysler den stärksten Zuwachs aller Konzerne.

Der gesamte Autoabsatz in den USA kletterte im August zum Vorjahr um 13,2 Prozent auf eine saisonbereinigte Jahresrate von 18,7 Millionen Fahrzeugen, wie sich aus den am Mittwoch vorgelegten Zahlen der Konzerne ergab. Analysten hatten lediglich mit 17,6 Millionen Stück gerechnet. Volkswirte führten den kräftigen Zuwachs vor allem auf die zahlreichen Kaufanreize der Autohersteller zurück.

General Motors und Ford: Beim Absatz zugelegt

Die führenden US-Autokonzerne General Motors (GM) und Ford legten beim Absatz zum Vorjahr um rund 18 beziehungsweise 8,2 Prozent zu. GM erhöhte nach Vorlage der Verkaufszahlen seine Gewinnprognosen für das laufende Quartal und das Gesamtjahr. Zudem kündigte der Konzern an, auch im Modelljahr 2003 zinslose Darlehen und Rabatte anzubieten. "Wir wollen weiter eine aggressive Strategie fahren", sagte Paul Ballew, GM-Chef-Branchenanalyst.

Auch Chrysler kündigte an, die Kaufanreize für die Modellreihe 2003 fortsetzen zu wollen. Branchenkenner rechnen damit, dass auch Ford nachziehen wird. Unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September hatten die großen Autohersteller in den USA versucht, ihre Absatzzahlen mit Rabattaktionen zu stabilisieren. Dem Vorpreschen GMs bei den Angeboten folgten damals auch Ford und Chrysler, obwohl sie mit vergleichsweise höheren Kosten und geringeren Margen auskommen mussten. Vor allem bei Ford haben die gewährten Rabatte in der Vergangenheit auf die Gewinne gedrückt. So verdiente der zweitgrößte US-Autobauer an jedem in Nordamerika verkauften Fahrzeug im zweiten Quartal lediglich 38 Dollar, während Chrysler und GM 529 Dollar beziehungsweise 800 Dollar einstrichen.

Außer Volkswagen konnten sich im August alle deutschen Autohersteller dem Trend steigender Absatzzahlen anschließen. BMW verkaufte mit 22.315 Autos 12,9 Prozent mehr als im Vorjahr, Porsche steigerte den US-Absatz um 3,5 Prozent auf 1964 Fahrzeuge. Volkswagen verzeichnete dagegen zusammen mit der Tochter Audi einen Rückgang um 11,2 Prozent auf 42.517 Autos. Die meisten japanischen Autobauer legten beim Absatz zweistellig zu. (APA/Reuters)

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