Irak junktimiert UNO-Inspektionen weiter mit Ende der Sanktionen

3. September 2002, 13:30
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Aziz trifft in Johannesburg mit Annan zusammen

Johannesburg - Die irakische Regierung hat sich am Dienstag zu Gesprächen über eine Wiederaufnahme der UNO-Rüstungskontrollen bereit erklärt, dies aber mit Bedingungen verknüpft. Nötig sei eine Gesamtlösung unter Einschluss von Verhandlungen über ein Ende der Sanktionen und die Wiederherstellung der irakischen Souveränität im gesamten Staatsgebiet, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Tarek Aziz nach einem Treffen mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan am Rande des Weltgipfels in Johannesburg.

"Wir sind bereit, eine solche Lösung zu finden", sagte Aziz. "Wir sind bereit zur Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen." Das letzte Team von UNO-Inspektoren habe sich siebeneinhalb Jahre im Irak aufgehalten. Eine neue Mission könne nicht noch einmal so lange dauern, sondern müsse ein konkretes Ziel verfolgen.

Den USA warf Aziz vor, nicht an einem Dialog interessiert zu sein. "Wenn die Frage so genannter Massenvernichtungswaffen eine wirkliche Sorge der Vereinigten Staaten wäre, dann könnte diese Angelegenheit vernünftig und ausgewogen behandelt werden." In Wirklichkeit handle es sich aber nur um einen Vorwand, um einen Angriff auf Irak zu rechtfertigen. Aziz fügte hinzu: "Wir bereiten uns darauf vor, unser Land zu verteidigen." (APA/AP)

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