Giacometti-Auktion zu Gunsten einer neuen Stiftung

2. September 2002, 16:55
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39 Skulpturen aus dem Nachlass seiner Witwe werden versteigert

Düsseldorf/Paris - Eine Sammlung von 38 Skulpturen des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti (1901-1966) bietet das Auktionshaus Christie's bei einer Versteigerung in Paris an. Die Werke aus allen Schaffensphasen des bedeutenden Künstlers stammen aus dem Nachlass der Witwe Annette Giacometti und sollen am 28. September an der Seine unter den Hammer kommen, teilte das Auktionshaus mit. Mit dem Auktionserlös von geschätzten vier bis sechs Millionen Euro soll nach Angaben von Christie's die Gründung einer neuen Giacometti-Stiftung in Paris finanziert werden. Eine ältere Giacometti-Stiftung ist bereits in Zürich tätig.

Auch "Der Käfig" ("La Cage") gehört zu den Objekten

Die Angebots-Palette der durchwegs postum gegossenen Skulpturen reicht von frühen surrealistischen Werken wie der stelenartigen "Femme" von 1927 (Schätzpreis 25.000 bis 35.000 Euro) bis zu den typisch überschlanken Menschenfiguren Giacomettis aus den Nachkriegsjahren. Zu den Besonderheiten der Auktion gehört das 1950 entstandene Werk "La Cage" (Schätzpreis 600.000 bis 800.000 Euro), eine von einem "Käfig" umgebene Frauendarstellung. Außerdem werden Porträts angeboten, für die Familienmitglieder Modell standen. Dazu zählt auch eine auf bis zu 400.000 Euro geschätzte Büste des Bruders Diego von 1954. (APA/dpa)

  • Alberto Giacometti: La cage, 1950 (erste Version)
    foto: christie's

    Alberto Giacometti: La cage, 1950 (erste Version)

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