Das alpine Paradies Fölzalm

    17. August 2002, 11:46
    posten

    Wandern und Klettern im abwechslungsreichen Hochschwabgebiet

    Die rund 1500 m hoch gelegene Fölzalm zählt zu den landschaftlich schönsten Bereichen des Hochschwabgebiets, denn der nach Süden offene, breite Kessel ist von markanten Felswänden und Gipfeln umrahmt, die der reizenden Alm - auf der gleich zwei Hütten stehen - fast etwas Dolomitenhaftes verleihen. Die Mauern von Mitteralmturm und Schartenspitz weisen zahlreiche Kletterrouten auf. Zu der grandiosen Szenerie gesellt sich eine intakte Pflanzenwelt mit vielen, teils seltenen Blumen. Dass man auch Gämsen zu Gesicht bekommt, ist auf dem Hochschwab schon fast eine Selbstverständlichkeit.

    Die Wanderung zu diesem alpinen Paradies lässt sich erweitern, indem man etwa zur bekannten Voisthaler Hütte am Fuße des höchsten Bereichs des Hochschwabs geht. Wer auf keinen Gipfel verzichten möchte, dem bietet sich der Fölzstein an, der allerdings auf unmarkiertem Steig erreicht werden muss. Auf den letzten Metern zum Gipfel geht es durch schrofig-felsiges Terrain, das Trittsicherheit verlangt. Die Mühen werden durch eine prachtvolle Aussicht entlohnt.

    Zur Fölzalm bricht man am besten früh auf, denn der obere Teil des Anstiegs liegt in der prallen Sonne, deren Kraft durch die weißen Felsen noch verstärkt wird. Um die Mittagszeit kann man dort arg ins Schwitzen geraten, in der Kühle des Vormittags jedoch ist der Weg zur Alm ein wahres Vergnügen.

    Attraktion Fölzklamm

    Als Attraktion gilt auch die kurze Fölzklamm, durch die der Weg auf einer Brücke geführt werden muss, weil sonst kein Platz vorhanden wäre. Am Aufstieg kommt man am Gasthaus Schwabenbartl vorbei, einem frühen Stützpunkt der Hochschwabbesteiger. Das Wirtshaus hat viel von seinem alten Flair behalten.

    Die Route:

    Von Thörl fährt man mit dem Auto über Fölz bis zum Parkplatz und steigt dann auf dem rot markierten Fahrweg bis zum Eingang der Fölzklamm an, hält sich rechts und gelangt zum Schwabenbartl. Dann geht es auf schmalem Steig zuerst steil, später gemütlicher zur Höhe. Nach einer längeren Querung kommt man zur Vereinigung mit dem Klammweg, verlässt den Wald und erreicht die zwei Hütten der Fölzalm. Gehzeit 2 bis 2½ Stunden. Bis zur Voisthaler Hütte und zurück braucht man etwa 2 Stunden, ebenso viel für die Besteigung des Fölzsteins.

    Zurück geht es anfangs auf der Anstiegsroute, man bleibt dann auf dem rot markierten Klammweg (schmaler Fahrweg), steigt zum Fölzboden ab und gelangt durch die Fölzklamm zum Ausgangspunkt. Gehzeit ab Fölzalm 2 Stunden.(DER STANDARD, Printausgabe, 17.08.02)

    Von Bernd Orfer

    Info

    Gesamtgehzeit 4 bis 4½ bzw. 6½ Stunden, Höhendifferenz 750 bzw. 1200 m. Hüttenbe-wirtschaftung am Eingang der Fölzklamm angeschrieben Bundesamtskarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 102 (Aflenz Kurort).
    • Bild nicht mehr verfügbar

      Auf der Fölzalm

    Share if you care.