Über die einsamen Nockberge

    13. Juli 2002, 14:08
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    Viele Bereiche des Nationalparks Nockberge werden von Wanderern stark frequentiert. Es finden sich aber auch genug Regionen, in denen man Stille und Einsamkeit erleben kann.

    Etwa zwischen Millstätter Alpe und Rosennock: Da führt ein Rundwanderweg vom (geschlossenen) Gasthaus Thomannbauerhütte über den Rabenkofel zum Langnock. Vom breiten Kamm genießt man eine fantastische Sicht zur Hochalmspitze, auf Felder und Afritzer See, zum Rosennock, den Gailtaler Alpen mit dem markanten Dobratsch und den Gipfeln um den Millstätter See.

    Wer das typische Nockgebiet mit weiten Almen sucht, wird auf Stileck und Langnock das Richtige finden; weitab vom sonstigen Trubel. Die Runde ist wenig anstrengend, da der Aufstieg keine besonders steilen Abschnitte aufweist und man dann auf dem Kamm im ständigen Bergab und Bergauf wandert, weshalb man für die Runde gutes Wetter braucht. Nach dem Rabenkofel ist im Fall des Falles eine Abkürzung zur Thomannbauerhütte möglich.

    Die Route:

    Man fährt mit dem Auto von Radenthein bis Bergbau (Magnesitbergwerk) und steigt auf der roten Markierung zum Wirtshaus Thomannbauer auf, das auch direkt mit dem Wagen erreichbar ist. Gehzeit 3/4 Stunde. Ein kurzes Stück in Richtung Lamprechtalm, dann hält man sich links (Wegweiser Rundwanderweg) und steigt zum Rabenkofel auf. Ab Thomannbauer 1 1/4 Stunden. Die rot markierte Route führt über einen langen Kamm zum Langnock. Ab Rabenkofel samt Abstecher zum Stileck etwa 1 1/4 Stunden. Dann steigt man relativ steil in einer Dreiviertelstunde zur Lamprechthütte ab und kehrt in 1 1/4 Stunden zum Ausgangspunkt zurück. Gesamtgehzeit 5 1/4 Stunden, Höhendifferenz rund 750 m. Lamprechthütte während der Almsaison durchgehend bewirtschaftet. Bundesamtskarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 183 (Radenthein). (DER STANDARD, Printausgabe)

    Von Bernd Orfer
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      Nationalpark Nockberge

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