ÖBB: Kampf gegen Hasstiraden auf Facebook

  • Nach der Deutschen Bahn müssen die Österreichischen Bundesbahnen mit einer Kommentarflut auf Facebook kämpfen
    foto: apa

    Nach der Deutschen Bahn müssen die Österreichischen Bundesbahnen mit einer Kommentarflut auf Facebook kämpfen

Innerhalb kürzester Zeit wurden hunderte Postings mit tausenden Likes auf der Unternehmensseite der ÖBB veröffentlicht

Die Österreichischen Bundesbahnen haben in der Nacht von Sonntag auf Montag mit einer massiven Kommentarflut ungewisser Herkunft auf ihrer offiziellen Facebook-Seite kämpfen müssen, berichtet ORF.at am Montag.

Beschimpfungen statt gewöhnlicher Anfragen

Die Kommentare fingen in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen Mitternacht an. Im Minutentakt wurden hunderte Postings auf die Pinnwand des Unternehmens geschrieben, die innerhalb weniger Minuten wiederum zahlreiche Kommentare mit hunderten Likes bekamen. Die Postings enthielten nicht nur Beschwerden, mit denen jedes Unternehmen auf Facebook umgehen muss, sondern vor allem Beleidigungen und Beschimpfungen in einem massiven Ausmaß.

Deutsche Bahn mit ähnlichem Problem

Auch die Deutsche Bahn hatte vor einigen Tagen mit einem ähnlichen Problem auf ihrer Facebook-Präsenz zu kämpfen. Dass durch Facebooks Social Graph Freunde von Posting-Verfassern besser auf deren Beiträge aufmerksam werden und ein solidarisches "Like" unter deren Beschwerden setzen, ist nichts Neues und dennoch zum Leidwesen der Unternehmen: Eine schnelle Reaktionszeit und eine angemessene Antwort werden erwartet und mit Spannung mitverfolgt. Jene, die es verabsäumen, zufriedenstellende Antworten zu geben, müssen im Nachhinein oft mit einer unangenehmen Anzahl von Schimpftiraden kämpfen, wie kürzlich erst Vodafone Deutschland.

Fake Accounts

Die Kommentarflut bei der Österreichischen Bahn hat zwar abgenommen, allerdings beantworten die ÖBB sämtliche echte Anfragen vorübergehend per E-Mail. Viele der Accounts, die auf der ÖBB-Seite posten, scheinen "tot" zu sein, die Vermutung von Fake-Accounts liegt nahe. Ob hinter den Profilen tatsächlich Menschen stecken oder die Accounts lediglich dazu dienen, Beleidigungen auf Unternehmensseiten zu posten, ist nicht klar. (iw, derStandard.at, 14.8.2012)

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