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vergrößern 500x370Künftig wird nur noch in Hernals produziert: "Hernals is ois!"
vergrößern 500x449Spatenstich mit Hernals Bezirksvertreter-Stellvertreter Peter Erik Sas, WK-Wien-Präsidentin Brigitte Jank, Carl Manner, Enkel des Schnitten-Erfinders, und Stadtrat Christian Oxonitsch (von links).
Wien - Der heimische Süßwarenhersteller Manner baut sein Stammwerk in Wien-Hernals bis 2015 um rund 30 Millionen Euro aus. Ab dann will der Konzern seine berühmten Schnitten künftig allein in der Bundeshauptstadt produzieren. Allerdings wird der Standort im oberösterreichischen Perg nach dem ersten Quartal 2016 aufgegeben, sagte Manner-Finanzvorstand Albin Hahn am Rande des Spatenstichs in Wien am Donnerstag.
Derzeit werden am Wiener Areal rund 20.000 Tonnen Süßigkeiten jährlich hergestellt - neben Schnitten auch Lebkuchen, Kekse und Schokolade zur Weiterverarbeitung. Mit der Übersiedelung der Perger Infrastruktur bzw. dem Ausbau des jetzigen Hauptwerks kommen mittelfristig 9.000 Tonnen Schnitten pro Jahr in der Bundeshauptstadt dazu. Theoretisch könnte man die Kapazitäten - wenn nötig - aber sogar verdoppeln, wurde versichert.
Neben neuen Maschinen wird bei laufendem Betrieb der Produktionsablauf komplett umgekrempelt. "Keine einzige Anlage bleibt auf ihrem jetzigen Platz", so Hahn. Zu den derzeit 360 Mitarbeitern im 1890 eröffneten Stammhaus kommen noch einmal 60 Jobs dazu.
Obsolet wird hingegen die jetzige Produktionsstätte in Oberösterreich, die nur für die Schnittenherstellung genutzt wird. Dieser Standort wird verkauft, kündigte Hahn an. Man bemühe sich allerdings insofern um eine Nachnutzung , als die 90 dort tätigen Beschäftigten vom künftig dort ansässigen Unternehmen - vorzugsweise einem Betrieb aus dem Bäckerei- oder Lebensmittelsektor - übernommen werden. "Sie wollen nicht übersiedeln", sagte Hahn auf die Frage, warum keine Mitarbeiter nach Wien mitgenommen werden, obwohl hier zusätzliche 60 Jobs geschaffen werden. Man verhandle jedenfalls mit drei Interessenten über den OÖ-Standort.
Die Aussage von Hahn mutet dabei skurril an. Immerhin ist Perg 150 Kilometer von Wien entfernt. Und Pendeln geht auch nicht. Bei 20 Arbeitstagen sind das 6.000 Kilometer pro Monat. Das sind bei einem Durchschnittsverbrauch von sieben Litern 420 Liter Treibstoff pro Monat.
Der Verkauf des Areals in Perg wird den Ausbau in Wien jedenfalls nicht annähernd finanzieren. Hahn erwartet 3 bis 4 Mio. Euro Erlös, der vor allem für Abfertigungszahlungen verwendet werde. Der dritte Standort im niederösterreichischen Wolkersdorf, der vor allem für die Marken Casali (Rumkugeln, Schokobananen) oder Ildefonso zuständig ist, bleibt bestehen.
Abgesehen vom Schnittenausbau entstehen in Hernals ein neues Bürogebäude, ein Logistikzentrum, eine Verladezone sowie eine Tiefgarage mit rund 200 Stellplätzen. Letztere ist in den Kalkulationen noch nicht enthalten und wird laut Finanzvorstand noch einmal 5,6 bis 5,8 Mio. Euro verschlingen.
Die börsenotierte Josef Manner & Comp. AG erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 169,9 Mio. Euro. Der Überschuss belief sich auf 2,12 Mio. Euro - nach 2,57 Mio. Euro im Jahr 2010. Im Geschäftsbericht wurde eine Exportquote von 56,7 Prozent ausgewiesen. (APA/red, derStandard.at, 9.8.2012)
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Am Rande des Spatenstichs wird erwähnt, dass ein Werk mit 90 Miterbeitern(das bis jetzt und weiterhin gut läuft) geschlossen wird ---> Sauerei!
Möchte wissen wie sich die Miterbeiter fühlen wenn sie wissen, dass sie in 3 Jahren ihren Job los sind und nicht mehr gebraucht werden! - Sicher sehr Motivierend!
Also ich würde auf die Kante hauen und schnellstens wechseln!
und was hat die treibstoffrechnung mit dem artikel zu tun? da hat wohl noch was aufs zeilenhonorar gefehlt...
ansonsten gilt: mannerschnitten müssen aus hernals kommen, sonst sind's keine echten mannerschnitten...
Skurril ist eher diese tendenziöse Milchmädchenrechnung im Artikel.
Hahn spricht ausdrücklich davon, dass die Mitarbeiter nicht "übersiedeln" wollen und mit Übersiedeln ist wohl kaum Tagespendeln gemeint.
Dann musst aber auch die 6 % Arbeitslosenversicherung rückerstatten. Bei einem durchschnittlichen Einkommen von € 2.000 brutto p.m. zahlt ein Arbeiter in 20 Arbeitsjahren € 44.040,- Versicherung nur für die Arbeitslose :).
Was hälst von Folgendem:
* Spitzensteuersatz von 75 % ab € 300.000,- p. a.
* Schliessen aller Steuerlücken
* Erbschaftssteuer von 75 % ab € 300.000,-
* Steuer auf Umwidmungsgewinne von 75 %
* Jährliche Steuer auf nicht-bebautes Bauland mit fehlender Möglichkeit der Umwidmung auf Grünland sowie Nicht bewohnte Immobilien von 10 % p. a. des anzubietenden Verkaufspreises
Viel Spaß beim Nachdenken und bitte nicht zu Schworz anlaufen, davon gibts im Mühlviertel schon genug :)
So ist es. Die Tätigkeit bei der Manner ist aber nicht anspruchsvoll, von daher ist es für die Belegschaft sehr vernünftigt.
1. Bis zum Ende die notwendige Leistung erbringen
2. Die Abfertigung einstreifen
3. Falls man keinen neuen Job bekommen hat, die AMS etc. Maßnahmen genießen
4. Neuen Job suchen (Idioten-Jobs für Ungelernte gibt es im Mühlviertel genug: Greisinger, Synthesa, Habau etc.)
Die Leute die beim Engel vor 4 Jahren in den Sozialplan mussten hatten die besten 2 Jahre ihres Lebens - frag mal nach.
Das Bodenpersonal wird aus meiner Sicht die geringsten Probleme haben, schon eher die Besserverdiener (Mittleres Management etc.). Gut bezahlte Jobs im Raum Perg sind sehr rar, was auch ein Grund ist warum viele „Gstudierten“ abwandern.
ich bezieh mich jetzt nicht auf die manner-situation, und oft sind die chefs auch schuld, ABER der satz "Mitarbeiter haben noch nie eine Firma ruiniert." stimmt einfach nicht.
mitarbeiter können sehr wohl eine firma ruinieren, sei es dass sie für änderungen, neues, etc. im produkt, im ablauf, ... einfach kein verständniss haben. und das kann selbst dann passieren, wenn die mitarbeiter sogar sehr viel zum mitrden haben wie in selbstverwalteten betrieben.
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