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Wien - Die Aufwertung von Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen (NMS) seit dem Schuljahr 2008/09 hat bisher zu keinem Abzug von Schülern von den AHS geführt. Das zeigt die aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der ÖVP-Abgeordneten Anna Franz durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ). Demnach lag der Anteil an Schülern, die eine AHS-Unterstufe besuchten, zwischen 2007/08 - also dem Jahr vor der NMS-Einführung - und 2010/11 (aktuellste verfügbare Zahl) konstant bei rund einem Drittel.
Die NMS hatte 2008/09 als Modellversuch an 67 Standorten mit rund 3.700 Schülern gestartet, im kommenden Schuljahr wird es bereits 698 NMS-Standorte in ganz Österreich geben. Bis zum Schuljahr 2018/19 werden alle Hauptschulen auf NMS umgestellt. Dabei sind nur sehr wenige Gymnasien der Einladung Schmieds gefolgt, ihre Unterstufe ebenfalls auf die NMS umzustellen. Elf der 272 AHS-Unterstufen (vier Prozent) haben sich zu diesem Schritt entschieden.
Keine zusätzlichen AHS-Plätze
Bedarf nach mehr AHS-Unterstufenplätzen gibt es laut Anfragebeantwortung übrigens nicht: Schmied betont, dass es im Schuljahr 2011/12 keine Anträge der Landesschulräte gegeben habe, "nach denen die Schaffung bzw. Bereitstellung zusätzlicher AHS-Plätze oder sogar die Neugründung von AHS-Standorten begehrt worden wäre". Mit Ausnahme der "Elterninitiative Hermagor" und einem Fall eines Schülers, der trotz AHS-Reife nicht am lokalen Gymnasium aufgenommen wurde, seien auch keine Eltern- oder regionalpolitischen Initiativen für mehr AHS-Unterstufenplätze bekannt.
Der Anteil an AHS-Schülern sei "seit Jahren stagnierend bzw. leicht sinkend", heißt es aus Schmieds Büro gegenüber der APA. Mit der Entwicklung der NMS sei man indes "sehr zufrieden": Es gebe einzelne Standorte, die sich mittlerweile etabliert haben, und wo wegen des regen Interesses zusätzliche Klassen eröffnet werden müssten. Den übrigen Standorten müsse man die nötige Zeit geben. (APA, 23.7.2012)
Link: Parlamentarische Anfrage
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"Mit Ausnahme der "Elterninitiative Hermagor" und einem Fall eines Schülers, der trotz AHS-Reife nicht am lokalen Gymnasium aufgenommen wurde, seien auch keine Eltern- oder regionalpolitischen Initiativen für mehr AHS-Unterstufenplätze bekannt."
Klar - weil die Eltern nicht organisiert sind, und die Zeitspanne das zu erledigen kurz. Und der Kampf gegen die Behörde - sofern er notwendig wird - für die meisten Eltern schwer bewältigbar ist.
Warum so "wenige" Schüler in die AHS gehen, ist doch die NMS eine total Mogelpackung! Oder wissen die Eltern noch gar nicht,dass im neuen Beurteilungssystem der NMS ihr Kind in allen 3 Hauptfächern in der ehemals 1.LG sein muss,um eine weiterführende höhere Schule (Borg, Hak....) gehen zu können! Ist es in einem Gegenstand anders eingestuft, dann kann es das Lied von der verhauten Schullaufbahn trällern, denn Aufnahmsprüfungen an den höheren Schulen gibt es nicht mehr! Und ich glaube,dass das nicht nur nicht die Eltern überlauert haben,sonder auch nicht die Direktoren der höheren Schulen. Aber alles sind ja sooo zufrieden mit der NMS.
- Die besonders leistungsstarken Schüler/innen verteilen sich in Österreich auf die Oberstufe der AHS und die BHS.
- In anderen Staaten ist das Gymnasium die einzige Schule für die besonders begabten Schüler/innen. Die absolute Leistungsspitze der entsprechenden Altersstufe ragt folglich in den Gymnasien
dieser Staaten noch stärker hervor als bei uns.
- Die AHS erzielt bei PISA und allen anderen Studien in Österreich die mit Abstand besten Ergebnisse aller Schularten.
- Die Absolvent/innen der AHS sind daher auch besonders erfolgreich im Berufsleben unterwegs, wie die Arbeitsmarktdaten eindrucksvoll belegen.
- Die Zufriedenheit mit dem Gymnasium bei Eltern und Schüler/innen ist in Österreich sehr hoch. Liste beliebig fortsetzbar!
Sie schreiben ganz richtig, dass in anderen Ländern die Leistungsspitze in den Gymnasien ist, aber in fast allen Ländern mit Ausnahme von Deutschland und Österreich (Schweiz ist ein ganz anderer Fall) sind diese Schüler/innn erst in der OBERSTUFE im Gymnasium (meist mit strengen Aufnahmebedingungen). Die Teilung der Schüler/innen erfolgt erst mit 14/15 bzw. 16!!! Nicht mit 10 Jahren.
In ihrem Posting schreiben Sie zuerst von der Oberstufe, dann allgemein. Was gilt nun?
Ich glaube Sie haben meine Meldung nicht verstanden! Es gibt in diesen Ländern keine gymnasiale Unterstufe!!
Das Gymnasium beginnt erst nach dem 14/15. Lebensjahr. Vorher werden alle Schüler/innen gemeinsam unterrichtet!
Also was hat das dann mit "Leistung" von 12 bzw 16-jährigen zu tun? Die geforderte Leistung hängt ja jeweils vom Alter ab.
"mountaineer" schreibt von der AHS und der BHS in ÖSTERREICH. In welchem Land mit Gesamtschule nennt man die Höhere Schule Gymnasium? Meinen Sie gar ein College oder ein Lyzeum? Ihr Posting habe ich so verstanden, dass sie die Schüler der Unterstufe in Österreich mit jenen der Oberstufe in Ländern mit Gesamtschule vergleichen wollen.
In allen nordischen Staaten wird ein gewisser Teil der SekundarstufeII Gymnasium genannt. SF:Maturitätsschulen). Es gibt dort natürlich auch andere weiterführende Schulen. Und zwar NACH der sog. Gesamtschule. Es gibt in diesen Ländern keine Gesamtschule der SekundarstufeII(über15/16).
Der Vergleich zwischen versch. Ländern steht sehr wohl zur Debatte, da "mountaineer" darauf Bezug nimmt.
Das Schlimme in Österreich ist ja das Auseinanderdividieren der Kinder mit 9 1/2 Jahren! Die Prognosemöglichkeiten sind zu diesem Zeitpunkt sehr beschränkt und besonders in Österreich stark von der sozialen Situation abhängig. Es gehen eben nicht immer nur die Besten mit 10 Jahren ins Gymnasium.
Und Vergleiche sind nur unter Gleichaltrigen zulässig.
Das Problem ist nicht das auseinanderdividieren, sndern dass die Gymnasien finanziell schlecht bestückt sind, und dass es nicht ausreichend Plätze gibt sodass grundsätzlich geeignete Kinder nicht rein kommen.
Und natürlich, dass es in vielen Fällen einfach von einer einzelnen mittelmässig qualifizierten Person abhängt - der VS-Lehrerin - ob es für ein Kind klappt oder nicht.
die nms ist nicht nur eine umbenennung, sondern in der form eigentlich (NOCH) eine farce. leistungsgruppen gibt es nicht, d.h. 25 schüler auf einen haufen für einen lehrer...davon einige auffällige, denn wer an der ahs auffällig ist, wird in die nms gegangen!
teamteaching funktioniert nicht wirklich und wird irgendwie gemacht...
die lehrer unterrichten, wie in der HS, was gerade anfällt und nicht, was sie gelernt haben. d.h. evtl. 6 fächer oder mehr!
das ist diese super NMS...in dieser form ist sie lachhaft!
"in den AHS unterstufen wird in den städten nahezu jeder aufgenommen und bis zur 4. klasse "mitgenommen".."
Gschichtl - in den Wiener AHS ist es schon ein Kampf, wenn's in eine gute wollen - die Klassen sind randvoll, und alle die zu viel sind werden eben in eine NMS abgeschoben.
in einer öffentlichen AHS in Wien. Voraussetzung ist die von der Volksschule ausgestellte Bestätigung der AHS-reife plus ein sehr gutes Zeugnis weil es ca 3 mal so viele Bewerber wie Plätze gibt.
Bei der Wahl der AHS sind Sie ja nicht an den Bezirk gebunden.
Möglicherweise gibt es einzelne AHS mit zweifelhaftem RUf, aber dass Kinder eine halbe Stunde durch die Stadt fahren um zu einer hochwertigen AHS mit geeignetem Schwerpunkt zu kommen ist nicht unüblich.
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