Hälfte der Jugendlichen befürchtet Probleme bei Jobsuche

2. Juli 2012, 13:04

Fast drei Viertel sind der Meinung, in ihrer Ausbildung gut auf das Berufsleben vorbereitet zu werden

79 Prozent der österreichischen Jugendlichen blicken generell optimistisch in die Zukunft. Allerdings nicht auf allen Ebenen, denn bei der Jobsuche nimmt die Zuversicht ab. 43 Prozent der noch nicht Berufstätigen rechnen mit Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden. Bei den bereits im Erwerbsleben Stehenden sind 45 Prozent der Meinung, dass ein Jobwechsel Probleme bereiten würde. Eine knappe Mehrheit hält die persönlichen beruflichen Perspektiven für relativ leicht bewältigbar. Dies Zahlen sind Teilergebnisse des Jugendmonitors, der am Montag präsentiert wurde. Der Jugendmonitor ist eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums unter den 14- bis 24-Jährigen durchgeführt wird.

Fast drei Viertel (72 Prozent) sind der Meinung, in ihrer Ausbildung gut auf das Berufsleben vorbereitet zu werden. Probleme orten 24 Prozent. Hier wird vor allem der fehlende Praxisbezug kritisiert. Zwei Drittel der Arbeitenden in der befragten Altersgruppe können sich vorstellen, längerfristig im momentanen Job zu bleiben.

Lehre hoch im Kurs

Hoch angesehen bei den Jugendlichen ist laut Jugendmonitor vor allem die Lehre. Insgesamt sind rund zwei Drittel der Befragten der Ansicht, dass man mit einem Lehrabschluss gleiche oder bessere Jobchancen als mit anderen Ausbildungen habe. Davon glauben sogar 19 Prozent, dass die Möglichkeiten besser sind. Zudem stimmt eine Mehrheit von 56 Prozent der Aussage zu, dass eine Lehre zumindest gleich gute Berufschancen wie eine Matura bedeutet.

Ein weiteres Ergebnis: Mobilität wird unter Österreichs Jugendlichen nicht unbedingt großgeschrieben. 66 Prozent möchten in Zukunft gerne in der Nähe ihres jetzigen Wohnortes arbeiten. Rund 20 Prozent würden gern beruflich ins Ausland gehen, unter Maturanten liegt dieser Anteil bei rund einem Drittel. Elf Prozent möchten das Bundesland wechseln. (red, derStandard.at, 2.7.2012)

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6 Postings

Für das Problem mit der Mobilität hatte man früher mal eine recht elegante Lösung. Die Walz. Super Konzept dass man sofort und EU weit wieder einführen sollte.

sehr wenige postings für ein wichtiges Thema

flexibel sein, lernen und arbeiten. Mit Fleiß und guten Zeugnissen findet man Arbeit auch wenn es nicht um die Ecke ist.

Die Problematik unterstreiche ich!

Vor allem sollten wechselwillige sich auf schwierige Gehaltssituationen einstellen. Vor allem ist es oft sinnvoll das Gehalt aus Bewerbungsanschreiben wenn möglich wegzulassen, denn da wird als erstes Aussortiert. Man muss immer Flexibler und Günstiger sein und davon ausgehen, dass irgendein Studienabgänger es für weniger macht.

In D wird es als Key Accounter schwer mehr als 45.000 EUR zu verlangen, weil man wohl welche von der Uni für 36.000 bekommt - früher wäre das ein Spottbilliges Gehalt, heute wird es zum Standard. Zum Vergleich: Regional Sales Manager bekommen in Alten Verträgen noch über 65.000 EUR! Neue nur noch 45.000 - 50.000! Key Accounter alte Verträge 85.000 aufwärts je nach Unternehmensgröße und Umsatzverantwortung...

wieviele und wo wurde gefragt?

Laut Webseite: 800 im Alter zwischen 14 und 24!
Umgelegt heißt das so viel wie, dass die Absolventen von rund 8 (größeren) Schulen gefragt wurde.
Wie viele Schulen gibt es alleine in Niederösterreich od. Wien?

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