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Der zehn Tonnen schwere Triebwagen kippte "wie in Zeitlupe" zur Seite.
Wien - Glimpflich verlaufen ist Dienstagabend ein Zugunfall auf der Murtalbahn im Bezirk Murau in der Obersteiermark: Der Steuerwagen einer mit zwei Schulklassen aus Wien und Graz besetzten Triebwagengarnitur wurde bei der Kollision mit einem Pkw aus den Schienen gehoben und stürzte um. Zwölf Schüler und eine Lehrerin wurden leicht verletzt. Die meisten Verletzten konnten nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Spital entlassen werden.
Der Unfall passierte laut Polizei kurz vor 18 Uhr auf einem unbeschrankten Bahnübergang in Lutzmannsdorf, Gemeinde St. Georgen. Der Lenker eines Pkw hatte die Stopptafel übersehen und war trotz Pfeifsignals in die Kreuzung eingefahren, als die zweiteilige Triebwagen-Garnitur aus Richtung Tamsweg mit etwa 50 km/h zum Bahnübergang kam. Wie der Direktor der Steiermärkischen Landesbahnen, Helmut Wittmann berichtete, entgleiste der Steuerwagen durch den Zusammenstoß, schlitterte 30 Meter am Gleiskörper dahin, ehe er durch eine Böschung gestoppt wurde und "wie in Zeitlupe" zur Seite kippte.
Schüler konnte aus dem Zug klettern
Schon vor dem Eintreffen der Rettungskräfte waren die Passagiere, etwa 50 Schüler - Mädchen und Buben im Alter von zehn bis zwölf Jahren - sowie zwei Lehrerinnen, aus dem Zug geklettert. Zwölf Kinder und eine Lehrerin wurden wegen Schnittverletzungen und Prellungen vom Roten Kreuz erstversorgt und in die Krankenhäuser Klagenfurt, Stolzalpe und Tamsweg gebracht. In einem Fall kam auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Der Großteil der Verletzten konnte nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden, vier befanden sich Mittwoch früh noch stationär in Beobachtung.
Der Triebwagenführer und der Pkw-Lenker blieben unverletzt. Die Bergung des zehn Tonnen schweren Steuerwagens erfolgte durch zwei Autokräne und war gegen Mitternacht abgeschlossen.
Die Murtalbahn, eine 1894 in Betrieb genommene Schmalspurbahn (760 mm Spurweite), verbindet Unzmarkt mit Tamsweg im Salzburger Lungau und wird von den Steiermärkischen Landesbahnen betrieben. (APA, 27.6.2012)
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Ich behaupte, dass die diversen Autofahrer und -innen die diversen Stop-Schilder und Rotlichter nicht "übersehen", sondern ignorieren.
In beiden Fällen gehören diese Personen buchstäblich aus dem Verkehr gezogen.
Wenn jemand ein 2,5 m hohes Stopschild übersieht, übersieht dieser jemand auch 1,7 m große Menschen und sollte zum Augenarzt gehen oder das Lenken eines Fahrzeuges bleiben lassen.
Und diejenigen, die zwar alles sehen, aber einfach ignorieren, also vorsätzlich handeln, sollten so behandelt werden wie alle anderen, die vorsätzlich Gesetze brechen.
Ich wohnte jahrzehnte lang in der Sichtweite eines unbeschrankten Bahnübergangs.
Die Stopptafel wurde zu > 95% ignoriert, von langsamen drüberfahren (geht eh noch) bis zum hemmungslosen drüberbrettern.
(Sogar der ÖBB-Bus)
Die jetzige Lichtanlage wird zu > 95% respektiert.
Der größte Anteil der Unfälle waren Gewohnheitsfahrer, die immer zur gleichen Zeit über den Bahnübergang der Nebenbahn fuhren.
Nur irgendwann hat sich halt eine Fehler im Zeitplan ergeben.
Statistisch gesehen kannst Du es nämlich ein paar zehntausend mal machen bevor es kracht.
Es sind nur die Sekunde massgeblich, welche Du auf den Schienen bist - wenn der Zug schon am Übergang ist, fährt ohnehin niemand hinein. Den sehen die Leute ja doch.
aber (zumindest bei der Mariazellerbahn) die Vorstellung, dass die Radln so breit sind wie der Mittelgang im Waggon (60cm) und die Leute links und rechts quasi über dem Abgrund sitzen, macht mich hin-und-wieder nervös.
Vor allem, wenn links eine schöne Aussicht ist und alle Touristen im sonst leeren Zug auf diese Seite stehen/sitzen.
statt die Bahnübergänge mit Schranken nachzurüsten sollte man einfach Rotlichtüberwachungskameras beschaffen.
Zum einen Refinanzieren sich die in Ö sehr schnell, zum anderen kann man dann ein paar selbstmörderische Vollpfosten endlich aus dem Verkehr ziehen.
Ich kenne genug Länder mit wesentlich raueren Verkehrssitten, wo dennoch bei einem Bahnübergang wirklich alle davor stehenbleiben. Bei uns: Fehlanzeige! Der Triebwagen muss doch schon quasi vor der Nase gewesen sein, ich frag mich, wie man das Ding "übersehen" kann, wenn man wirklich schaut.
Bin grade letzte Woche noch mit der Murtalbahn gefahren, Ist mit Vmax 70 angeschrieben, ich hatte aber weils mich interessiert einen GPS Tracker mitlaufen, die Geschwindigkeit überstieg selten 50 km/h, somit wird der Schnitt eh in Richtung 20 gehen.
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