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"Niemand spielt wie Danilo. Ich schätze insbesondere seinen Sinn für Rhythmus, Farbe und Form. Er ist gut ausgebildet, offen, flexibel, großzügig und poesievoll. Dieser Mann vereint in sich alle Qualitäten." Wenn ein Avantgarde-Jazzer wie der 2004 verstorbene Sopransaxofonist Steve Lacy zur Eloge auf einen Musiker anhebt, der nicht eben als kühner Experimentator bekannt ist, der vielmehr mit der Tradition auf Du und Du steht, dann lässt das die Ohren spitzen.
Danilo Pérez heißt der so beschriebene Musikus, seines Zeichens Pianist aus Panama mit Wohnsitz Boston. Nach diversen Karrierestationen bei Jon Hendricks, Dizzy Gillespie und Wynton Marsalis wurde er seit dem Jahr 2000 als Mitglied einer der aufregendsten Working-Groups des Gegenwartsjazz bekannt: Im akustischen Quartett von Saxofonist Wayne Shorter frönt der 46-jährige Pérez mit dem Bassisten John Patitucci und dem Schlagzeuger Brian Blade spontaneistischen und zugleich abgeklärten Interaktionsprozessen innerhalb des tonalen Bezugsrahmens.
Die empathische Sensibilität dieser Musik färbt mitunter auch auf Pérez' eigene Projekte ab: Am Sonntag stellt er sein Trio - bestehend aus den Partnern Ben Street (Bass) und Adam Gruz (Schlagzeug) - vor. Man darf sich darauf freuen, dass der Pianist samt Band sein breites Vokabular mit karibischen Einflüssen in Richtung eines spritzigen, farbenreichen Kammerjazz amalgamieren wird. (felb, Album, DER STANDARD, 9./10.6.2012)
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